Spaß beim heilpädagogischen Reiten
Frühförderkind im Bällebad
Ausflug mit dem Mini-Midi-Club
Ambulant Betreutes Wohnen
am 26.09.2022

Lebenshilfe feiert Vernissage und KunstNacht

Mit einer feierlichen Vernissage vor der 6. Kemptener KunstNacht wurde die Ausstellung 10 unserer OBA-Künstlerinnen und -Künstler im Kempten-Museum im Zumsteinhaus gefeiert.

Die Künstler*innen der Offenen Behindertenarbeit der Lebenshilfe Kempten haben sich der Herausforderung gestellt, mit allen Sinnen in ihren Erinnerungen zu schwelgen und diese in Farbe und Form zu übersetzen. Unter dem Titel "Erinnern heißt MENSCH SEIN" taten sie dies in einem zweitägigen Workshop.

Dabei sind die unterschiedlichen Kunstwerke, von abstrakt bis hin zu einer künstlerischen Herzensbotschaft entstanden. Bei der Entstehung spielten neben der Erinnerung auch Gefühle eine ganz wesentliche Rolle. Freude, Liebe oder Trauer - die durch die Erinnerungen wiedererweckten Gefühle brachten die Künstler*innen in ihren Kunstwerken auf verschiedene Weise zum Ausdruck.

Im Arbeitsprozess wurden Weidenruten, Holzscheiben, Stoffbahnen und viel Farbe zu einer Komposition verarbeitet. Entstanden sind dadurch bunte Skulpturen und Bilder, die es während der Ausstellung im Kempten Museum im Zumsteinhaus und der Kunstnacht Kempten zu bestaunen gilt.

Nicht nur die Kunstwerke sind besonders, sondern auch die Künstler*innen. Geschaffen wurden die Kunstwerke während eines Kunstworkshops der Offenen Behinderten- von Menschen mit einer geistigen Behinderung unter Anleitung von Künstler Till Schilling.

Mit einer feierlichen Vernissage vor der 6. Kemptener KunstNacht wurden die Werke gefeiert. Die Ausstellung kann noch bis 03. Oktober im Bürgersaal des Kempten-Museums im Zumsteinhaus besichtigt werden. Der Eintritt ist kostenlos.

Bilder: moriprint, Lebenshilfe Kempten

Während des Kunstworkshops im Juli haben wir einen kurzen Film gedreht. Er ist hier anzuschauen:

am 19.09.2022

Klausurgespräch mit dem Bezirkstagspräsidenten und den Allgäuer Bezirksräten

Träger der Behindertenhilfe im Gespräch mit Bezirkstagspräsident Martin Sailer, den Allgäuer Bezirksräten sowie der Leitung der Sozialverwaltung über die akute Personalnot in der Pflege und Behindertenbetreuung.

Feuerwehrjacke und Helm liegen in der Mitte des Plenums und verdeutlichen die Situation der Träger der Behindertenhilfe im Allgäu mit Blick auf den massiven Personalnotstand: „Es brennt“ – oder anders ausgedrückt: „Der Patient hat Fieber“. Und genau deshalb trafen sich jetzt Vertreter von neun Allgäuer Einrichtungen der Behindertenhilfe mit Bezirkstagspräsident Martin Sailer, neun Allgäuer Bezirksräten sowie der Leitung der Sozialverwaltung des Bezirk Schwabens Monika Kolbe, um auf die akute Personalkrise hinzuweisen und gemeinsam ein Krisentreffen mit den sozialpolitischen Ministern und den Abgeordneten im bayerischen Landtag vorzubereiten. Bei dem persönlichen Gespräch mit den Politikern soll ein Thesenpapier mit kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen zur Abmilderung der massiven Personalnot in der Pflege und der Behindertenbetreuung übergeben werden. Dabei sollen auch Betroffene und Angehörige zu Wort kommen, denn: „Es muss sich einiges ändern – angefangen von der Fachkraftquote bis hin zur Gesetzgebung“, stellte Christine Lüddemann, Geschäftsführerin der Lebenshilfe Kempten, fest. Die Alternative: „Einrichtungen brechen weg, denn ohne Personal können keine Klienten betreut werden, ohne Klienten können Einrichtungen wirtschaftlich nicht gehalten werden.“ Im schlimmsten Fall würde das bedeuten: „Die Versorgung von Menschen mit Behinderung jeglichen Alters bis hin zu alten Menschen obliegt wieder den Familien und Angehörigen.“

Das aktuelle Treffen fand in den Räumen der Allgäuer Werkstätten in Kempten statt. Dabei waren diesmal neben Vertretern der Lebenshilfen Kempten und Sonthofen, der Diakonie Allgäu, der Körperbehinderten Allgäu (KB) und der Allgäuer Werkstätten (AW) auch die Caritas Kempten-Oberallgäu, die Lindenberger Werkstätten sowie die Lebenshilfen Lindau und Memmingen/Unterallgäu anwesend.

Kompakt und konstruktiv wurde das Thema „Personalmangel“ angepackt und eine gemeinsame Strategie entwickelt. Schon jetzt sind zehn Prozent der Stellen vakant, bundesweit fehlen 500 000 Pflegekräfte! Die Körperbehinderte Allgäu musste bereits eine Wohngruppe schließen, konnte die Bewohner aber auf andere Gruppen verteilen. „Ob das beim nächsten Mal noch möglich sein wird?“ stellte Dr. Michael Knauth, Geschäftsführer der KB und Moderator der Krisensitzung in den Raum. Die Lebenshilfe Kempten kann für das kommende Schuljahr zwei Gruppen in der heilpädagogischen Tagesstätte nicht mehr anbieten, weil das Personal fehlt. Die Konsequenz: Die Kinder mit Behinderung müssen zu Hause von Eltern oder Angehörigen betreut werden. In der Altenpflege gibt es zwar freie Zimmer für neue Bewohner – aber keine Pflegekräfte. Also bleiben die Zimmer leer. „Wenn nicht in kürzester Zeit Entscheidungen getroffen und Maßnahmen ergriffen werden, droht das soziale System auf viele Jahre hin auszutrocknen“, heißt es in dem vorbereiteten Thesenpapier der Allgäuer Träger.

„Wir sitzen gemeinsam in einem Boot“, signalisierte Bezirkstagspräsident Sailer. Das habe schon die gute Zusammenarbeit während der pandemischen Lage gezeigt. Auch hatte es in den vergangenen Jahren bereits Treffen zwischen den sozialen Trägern und dem Bezirk gegeben. „Es braucht mehr Ermessensspielraum in der Auslegung des Pflege- und Wohnqualitätsgesetzes für die Träger.“ Der Bezirk werde die sozialen Träger bei einer Petition an den Landtag unterstützen – und ein persönliches Gespräch mit Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek und den sozialpolitisch relevanten Landtagsabgeordneten organisieren, versprach er.

Eine Feststellung der Krisensitzung gleich zu Beginn: Die klassische Bevölkerungspyramide hat in Deutschland inzwischen die Form eines „Bevölkerungs-Dönerspießes“ angenommen. Viele junge Menschen, wenig alte Menschen – das ist Vergangenheit. Die Altersstufen sind viel gleichmäßiger verteilt. Dr. Knauth: „Es haben noch nie so wenig Menschen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren in der BRD gelebt wie jetzt.“ Man müsse also definitiv auf Dauer Fachpersonal aus dem Ausland akquirieren. Aufenthaltsgenehmigungen, Anerkennung von Abschlüssen – das müsse alles drastisch beschleunigt werden. „Wir können es uns nicht mehr leisten, Abschlüsse im Ausland nicht mehr anzuerkennen“, fasst Dr. Knauth zusammen.

Schon in der Klausurtagung im vergangenen Jahr forderten die sozialen Träger: „Die Fachkraftquote im gemeinschaftlichen Wohnen muss ausgesetzt werden!“ Das bringe für die Träger kurzfristig eine enorme Erleichterung und nehmen auch dem Personal Druck. Ein „Knackpunkt“ ist hier die Verordnung zur Ausführung des Pflege- und Wohnqualitätsgesetzes (AVPfleWoqG). Das Pflege- und Wohnqualitätsgesetz trat 2008 in Kraft, die dazugehörige Ausführungsverordnung im Jahr 2011. Es definiert die baulichen Standards ebenso wie Themen von Teilhabe, Weiterbildung und Personalanforderungen. Ein Beispiel: „Nach dieser Verordnung muss ständig eine Fachkraft im Wohnheim anwesend sein“, erläuterte Lüddemann und stellte in Frage: „Eine qualifizierte Hilfskraft mit 25-jähriger Berufserfahrung, ist nicht so geeignet wie jemand, der gerade seine Ausbildung als Heilerziehungspfleger oder Erzieher beendet hat?“ Kurzfristig könne ein Aussetzen dieser Regelung im Personalmangel helfen.

Esther Hofmann, Geschäftsführerin der Lebenshilfe Kreisvereinigung Lindau und der Lindenberger Werkstätten, erzählte aus der Praxis: „Es gibt keine Planbarkeit bei den Dienstplänen.“ Personalknappheit, Krankheiten, Corona würden alles immer wieder über den Haufen werfen, würden das bestehende Personal an die Belastbarkeitsgrenze bringen.

Bezirksrat Prof. Dr. Philipp Prestel plädierte für ein Interpretationspapier, das den Trägern mehr Freiraum bietet. Für bauliche Qualitätsstandards habe man ja auch Übergangsregelungen gefunden. Das sei auch relativ schnell umsetzbar.

Monika Kolbe, Leitung der Sozialverwaltung im Bezirk Schwaben, machte den Trägern Mut, auch Rechtsmittel gegen unbefriedigende Entscheidungen der FQA (Heimaufsicht) einzulegen, denn aktuell gebe es noch kaum bekannte Rechtsprechungen in diesem Bereich. Folglich gebe es Unsicherheiten und Unklarheiten. „Wir helfen Ihnen dabei“, bot sie an.

Bezirksrat Stefan Bosse forderte einen Paradigmenwechsel und meinte: „Die Standards sind ständig erhöht worden.“ Man werde handlungs-unfähig, wenn das so weitergehe! Die Konsequenzen seien nicht absehbar, war man sich einig, denn wenn die Betreuten wieder daheim versorgt werden müssen, fallen in anderen Bereichen auch wieder Mitarbeiter in der Industrie und Wirtschaft weg.

Um den Pflegemangel zu lindern, sei man auch auf motivierte junge Menschen angewiesen, bekräftigte Bezirksrätin Renate Deniffel. Aus diesem Grund wurde auch langfristig ein verpflichtendes soziales Jahr für alle Schulabgänger in das Thesenpapier aufgenommen.

Die bevorstehende Landtagswahl im September 2023 sah Michael Hauke, Geschäftsführer der Allgäuer Werkstätten als Chance, vorher mit den Politikern ins Gespräch zu kommen. „Immerhin vertreten wir mehr als 12 000 Betreute plus Eltern und Angehörige. Die Zeit bis zur Wahl sollten wir nutzen.“ Das unterstrich auch Barbara Holzmann, Bezirkstagsvizepräsidentin. „Wir brauchen die Landtagsabgeordneten auf unserer Seite.“

Fotos: moriprint

am 02.09.2022

Ehrenvorsitzender Klaus Meyer wird 80 Jahre

Die Lebenshilfe Kempten gratuliert Ehrenvorsitzenden Klaus Meyer herzlichst zu seinem 80. Geburtstag!

Im Ehrenamt steckt das Wort „Ehre“ – und mit dieser Demut lebt Klaus Meyer seit über sechs Jahrzehnten sein ehrenamtliches Engagement – lange Jahre bei den Johannitern und sogar ein „gefühltes“ Leben lang bei der Lebenshilfe Kempten und den Allgäuer Werkstätten. In diesen Tagen feiert der Ehrenvorsitzende der Lebenshilfe Kempten und Sonderbeauftragter der Allgäuer Werkstätten im Kreise seiner Familie seinen 80. Geburtstag. Meyer: „Der Umgang mit und die Arbeit für Menschen mit Behinderung erfordert eine andere Qualität. Das ist ein Ehrenamt, das man nur aus dem Herzen heraus bewältigen kann.“

Geboren wurde Klaus Meyer in Düsseldorf. Dann kam die Familie nach Leutkirch. Hier war er schon früh mit seinem Bruder Peter in der evangelischen Jugendarbeit und bei den Johannitern in Leutkirch engagiert. 13 Jahre war er im Sanitätsdienst der Bundeswehr. Bei der Johanniter Unfallhilfe war er 30 Jahre aktiv, meist in verantwortlichen Positionen – und beim regelmäßigen Johanniter-Stammtisch gibt es immer noch ein Wiedersehen mit einigen Kollegen und Kolleginnen.

1970 kamen Ilona und Klaus Meyer mit ihren Töchtern Elisabeth und Melanie nach Kempten. 23 Jahre hat er als Verwaltungsangestellter im evangelischen Kirchengemeindeamt Kempten gearbeitet. Noch immer ist der Jubilar dankbar, dass er Arbeit und Ehrenamt hier so gut miteinander abstimmen konnte.

In der Lebenshilfe Kempten und in den Allgäuer Werkstätten ist Klaus Meyer eine „Institution“ - und auch ein wenig das Gedächtnis der beiden Einrichtungen. Schmunzelnd erzählt er, dass ein Kollege aus Sonthofen meinte: „In unseren Einrichtungen googelt man nicht, man meyert.“ Tatsächlich kennt Klaus Meyer durch seine jahrzehntelange Tätigkeit viele Ereignisse und Hintergründe, die die jungen Mitarbeitenden heute gar nicht mehr wissen können. Viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Behinderung kennt er auch heute noch beim Namen. Und beim Gang durch die Einrichtungen hat der zweifache Familienvater mit den blitzenden blauen Augen und dem leicht wallenden weißen Haar für jeden eine liebevolle Umarmung, ein freundliches Wort, ein Lächeln, ein anerkennendes Schulterklopfen.

Mit seiner Frau Ilona kam er 1977 in Kontakt mit der Lebenshilfe Kempten, da beide, hier die jüngere Tochter Melanie (damals sieben Jahre alt) am besten gefördert sahen. Bereits wenig später wurde er in den Vorstand berufen. Von 1980 ab war er zunächst geschäftsführender Vorsitzender, dann stellvertretender Vorsitzender und ab 1988 1. Vorsitzender. 24 Jahre hatte Meyer diese Position inne. Von 1995 – 2018 war er zudem Mitglied im Landesvorstand der Lebenshilfe Bayern, davon die letzten 17 Jahre stellvertretender Vorsitzender von Barbara Stamm im Landesverband. Heute engagiert sich der Jubilar noch in der Bayerischen Kinderhilfe Rumänien oder auch in Ungarn. Dieses „menschliches Netzwerken“, die Kontaktpflege und der überregionale Austausch mit anderen sind für ihn wesentliche Faktoren für erfolgreiche Inklusionsarbeit: „Wir lernen bei jeder Begegnung voneinander“, ist sich Klaus Meyer sicher.

2020 nahm Klaus Meyer Abschied von seiner 38jährigen Tätigkeit im Verwaltungsrat der Allgäuer Werkstätten. „Die Verbundenheit mit der Werkstatt und mit den Menschen wird ebenso bleiben wie mit der Lebenshilfe Kempten“, versprach er. „Arbeitslos“ ist der Jubilar dennoch nicht, ist er weiterhin in der „Stiftung Lebenshilfe Kempten“ und der „Stiftung Lebenshilfe Bayern“ sowie als Sonderbeauftragter der Allgäuer Werkstätten aktiv. Gerade erst war er mit einer kleinen Abordnung wieder in Rumänien.

Fazit: Ohne sein unermüdliches – ehrenamtliches – Engagement hätten die Lebenshilfe Kempten und auch die Allgäuer Werkstätten wohl nicht diese öffentliche Präsenz entwickelt, die sie heute in der Stadt Kempten hat: der heute 80jährige Klaus Meyer hat mit seinem Einsatz maßgeblich dazu beigetragen, dass Menschen mit einem Handicap selbstverständlicher zum Stadtbild gehören. Er hat für die Menschen mit Behinderung in der Stadt Kempten und darüber hinaus Geschichte geschrieben…. Das spiegelt sich auch in den zahlreichen Ehrungen wider, die Klaus Meyer in seiner ehrenamtlichen Zeit erhalten hat, darunter die Goldene Ehrennadel der Bundesvereinigung der Lebenshilfe (2004), das Bundesverdienstkreuz am Bande (2005) sowie die Rathausmedaille der Stadt Kempten (2012). Am Herzen liegt ihm auch das Goldene Verdienstkreuz der Republik Ungarn (2013) und die Goldene Ehrennadel des Lebenshilfe Landesverbandes Bayern (2017). Er ist damit der erste Träger dieser neugeschaffenen Auszeichnung.

Klaus Meyer ist ein absoluter Familienmensch. Sein einziges Hobby: Seit 1979 ist er ein leidenschaftlicher Eishockey-Fan und verpasst (fast) kein Spiel.

Interview mit Klaus Meyer zum Ehrenamt

Die Stadt Kempten hat einen Film über das jahrzehntelange ehrenamtliche Engagement von Klaus Meyer und über seinen beeindruckenden Einsatz für Menschen mit Behinderung gedreht.

Ehrenvorsitzender der Lebenshilfe Kempten Klaus Meyer wurde von der freien Journalistin Monika Rohlmann interviewt. Mit Unterstützung von Jörg Spielberg (Kamera, Licht, Ton und Schnitt) ist ein sehr beeindruckender Film über das jahrzehntelange ehrenamtliche Engagement von Klaus Meyer und über seinen beeindruckenden Einsatz für Menschen mit Behinderung in Kempten entstanden.

Zusehen ist der Film auf der Webseite der Stadt Kempten unter „Blick aufs Ehrenamt (kempten.de)“ oder hier auf unserer Webseite.

am 27.07.2022

Video: Hey Welt!

Das bunte und lebensfrohe „Hey Welt“-Video wurde in allen Einrichtungen und Bereichen der Lebenshilfe Kempten gedreht.

Bereits 35.000 Personen haben das Video auf Facebook und YouTube gesehen, 13.000 Mal wurde es aufgerufen und über 300 Mal geteilt! Überzeugen Sie sich selbst!

Viel Spaß beim Anschauen und Mittanzen!

am 26.07.2022

Zwei TMS-Teams beim Liebherr-Race 2022 dabei

Mitte Juli fand auf dem Gelände von Liebherr in Kempten das Seifenkistenrennen „Liebherr-Race“ statt. Dieses Jahr machten zwei Teams unserer Tom-Mutters-Schule mit – „Die noicen Nervennager“ und „Die Geisterfahrer der TMS“.

In zwei Läufen mussten die Teams die 180 Meter lange Strecke bergab auf dem Liebherr-Werkgelände zurücklegen. Einmal ging es glatt nach unten, einmal musste Slalom gefahren werden. Die besten fünf Teams qualifizierten sich für das große Finale. Insgesamt machten 19 Mannschaften dieses Jahr bei dem Seifenkistenrennen mit. Ein Team bestand aus zwei Anschiebern und einem Fahrer.

In monatelanger Vorbereitung hatten die beiden Teams der Tom-Mutters-Schule mit insgesamt sieben Schülerinnen und Schülern gemeinsam mit ihren Klassenkameradinnen und Klassenkameraden der Klassen M5 und M6, Klassenlehrerein Felicitas Burger und mit Werklehrer Christian Regler alles für den großen Tag vorbereitet. So bauten und gestalteten sie beispielsweise die beiden Seifenkisten selbst.

Für ganz vorne reichte es für unsere Teams am Ende zwar nicht. Es war aber ein toller und spannender Vormittag und vor allem hatten alle zusammen einen riesen Spaß. Rund um das Rennen gab es einiges zu sehen, zum Beispiel konnte eine Produktionshalle von Liebherr angeschaut werden. Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt. Neben vielen Familienangehörigen kamen auch Kolleginnen und Kollegen der Tom-Mutters-Schule vorbei und drückten ihren Teams die Daumen. „Das war ein schöner Tag für uns und wir sind sehr stolz auf unsere Schülerinnen und Schüler“, betont Felicitas Burger. „Nächstes Mal sind wir auf jeden Fall wieder mit dabei.“

am 25.07.2022

Würfelprojekt für die Menschlichkeit

Präsentation des Würfels zum Thema "Community" (dt. Gemeinschaft) und des Würfels "Recreation" (dt. Unterbrechung, gemeint im Sinne von "das Leben genießen") der LH Kempten und der TMS.

„Denk mal mit, entdecke die Power des Miteinanders“ – unter diesem Slogan haben Bewohnerinnen und Bewohner der Wohngemeinschaften Rottachstraße und Lützelburg sowie der Seniorentagesstätten einen Kubikmeter großen Würfel gestaltet und diesen am 25. Juni im Hofgarten hinter der Basilika vorgestellt.

Eingeladen zu der Aktion hatte die Pfarrei St. Lorenz mit dem Projekt „Menschlichkeit. Jetzt!“. Projektleiter war Gemeindereferent Martin Zeller.

Der Kubus war der erste von insgesamt sechs Würfeln, die von unterschiedlichen Personengruppen nach den Werten der UN-Menschenrechte gestaltet wurden. Alle sechs Würfel gaben sich in den folgenden Wochen ein Stelldichein im Hofgarten geben. Dort wurde am 17. Juli das ganze Projekt „Menschlichkeit. Jetzt!“ einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Gemeindereferent Martin Zeller freute sich, dass der erste „Menschlichkeitswürfel“ von der Lebenshilfe im Rahmen einer feierlichen Übergabe gewürdigt werden konnte.

Für die Lebenshilfe stellten die Mitarbeiterinnen Regina Müller und Lenka Pekarek die einzelnen Würfelseiten des Würfels der WGs vor. Die Bewohnerinnen und Bewohner der Wohngruppe 3 der Rottachstraße haben sich beispielsweise auf einer Seite in verschiedenen Puzzleteilen verewigt, die ineinandergreifen. „So ist es auch im wahren Leben“, erklärt Lenka Pekarek. Die Bewohnerinnen und Bewohner der Wohngruppe leben schon sehr lange beieinander, manche bereits seit 1978. „Man kann sich aufeinander verlassen. Hat Vertrauen zueinander.“

Die Gruppe 1 der Rottachstraße setzte mit ihren bunten Dreiecken auf die Vielfalt. „Wir sind alle Teil der Erde, egal ob mit einer Behinderung oder nicht“, erläuterte Regina Müller. Die Seniorentagesstätten gestalteten genau unter diesem Thema auf einer anderen Seite des Würfels die Erdkugel, umrundet von ganz viel Miteinander. Die Hand Gottes trägt die Kugel. „Die kann man auch drehen – dann steht die Weltkugel unter dem Schutz Gottes“, sagt Regina Müller.

Perfekt-unperfekt haben die Bewohner der Wohngemeinschaft Lützelburg ihre Seite gestaltet. Sie passte nur „über Kopf“ in die Würfelhaken – und so standen die gemalten Boote auf dem Kopf. „Manchmal läuft eben nicht alles reibungslos, das Miteinander auszuhalten, hat auch eine Symbolik“, waren sich alle einig.

Würfel 5 wurde dann von Schülerinnen und Schülern der Tom-Mutters-Schule gestaltet. Das Thema war „Genieße das Leben – Leben im Augenblick“ und genau dazu hatten die Klassen M4, M5 und M6 sowie die Partnerklasse M3P aus Immenstadt jeweils eine Seite gestaltet. Dieser Würfel wurde am 15. Juli im Hofgarten vorgestellt.

Den Deckel des Kubus bemalte Praktikant Luis mit dem Logo der TMS und jeder Menge Farbe, denn: in der TMS darf jeder so sein wie er ist. Gemeinsam mit Lehrerin Felicitas Burger erklärten Schülerinnen und Schüler die einzelnen Seiten: Die M3P malte den Baum auf der Weltkugel mit Elementen, die man fürs Leben braucht- dabei die Familie, Freunde, Freizeit. Die M4 suchte sich den Sommer aus mit den vielen Freizeit-Augenblicken – von Pizza über Eis bis zum Fliegen und den Bergen. Die M5 teilte den Erdkreis symbolisch in Pizzastücke auf und verewigte sich mit Fußspuren und Lieblingsbeschäftigungen. Die M6 hatte zusammengefasst, was Freizeit für sie bedeutet. Mit dem Hund spielen, Radeln, Schulfrei haben gehörte dazu, aber ebenso mit Freunden treffen oder am Handy spielen.

Die weiteren Würfel des Projekts hatten die Themen Geburt, Erholung, Gleichheit, Kreativität und Geschwisterlichkeit. Der 2. Würfel – „Kreativität“ – wurde von den Kitas „Haus für Inder St. Lorenz“ und „Christi Himmelfahrt“ gestaltet. Mit der „Geschwisterlichkeit“ setzte sich die Wittelsbacher Schule auseinander. Das Thema „Gleichheit“ bearbeitete das Asyl- und Migrationsteam der Diakonie Kempten und den Würfel zur „Geburt“ gestalteten die MinistrantInnen von St. Lorenz.

Spannender Abschluss des Projektes war dann am Sonntag, 17. Juli, ab 11.15 im Pfarrgarten im Anschluss an die Nachprimiz von Diakon Markus Kraus.

Fotos: moriprint

am 30.06.2022

Hinterhofkonzert in der Rottachstraße

Das Theater in Kempten (TiK) besuchte die Lebenshilfe Kempten in ihrem Wohngebäude in der Rottachstraße und sorgte mit einem Hinterhofkonzert für große Freude bei den Bewohnerinnen und Bewohnern und vielen weiteren Zuhörerinnen und Zuhörern.

Ermöglicht hatte die Aktion der Vizepräsident des Bayerischen Landtages, Alexander Hold.

„Live-Musik ist für unsere Bewohnerinnen und Bewohner eine große Freude. Sie mussten in den vergangenen zwei Jahren auf viele Konzerte verzichten und freuen sich über solche Highlights im Alltag“, erzählte Christine Lüddemann, Geschäftsführerin der Lebenshilfe Kempten.

Die Hinterhofkonzerte sind eine Aktion des TiK, die im Sommer 2021 entstand. Da die Menschen nicht ins Theater kommen konnten, kamen die Künstlerinnen und Künstler zu ihnen nach Hause und spielten für 15 Minuten im Garten, auf der Terrasse oder im Hinterhof. Die Idee sorgte für so viel Begeisterung, dass sie auch 2022 fortgeführt wird. Bei der Lebenshilfe Kempten fand das Konzert im Garten ihres Wohngebäudes in der Rottachstraße statt. Neben den dortigen Bewohnerinnen und Bewohnern kamen auch viele aus anderen Wohngruppen der Lebenshilfe aus ganz Kempten. Außerdem waren einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Gäste da. Gemeinsam wurde zu Hits wie „Hey Mambo Italiano“ oder „Uptown Funk“ getanzt und laut mitgesungen. Sängerin Stephanie Marin und Gitarrist Sebastian Strehler sorgten mit ihrer musikalischen Darbietung für super Unterhaltung.

Initiiert und gesponsert hatte das Hinterhofkonzert Alexander Hold, Abgeordneter im Bayerischen Landtag und Vizepräsident von diesem. Auch er war am Montagabend in der Rottachstraße dabei und tanzte in der ersten Reihe mit. „Vielen Dank an das tolle Gesangs- und Gitarrenduo sowie an Alexander Hold für die Ermöglichung des Hinterhofkonzerts. Es war eine wunderbare Show“, betonte Christine Lüddemann.

am 31.05.2022

Außenklasse der TMS sammelt Spenden für die Ukraine

Die berufsvorbereitende Partnerklasse der Tom-Mutters-Schule am Berufsbildungszentrum Sankt Georg hat vor ein paar Wochen "Ukrainer" - Amerikaner mit blau-gelber Glasur - zu Gunsten geflüchteter Menschen aus der Ukraine verkauft.

Insgesamt 250 selbstgemachte Gebäcke verkauften die Schülerinnen und Schüler während sie für den Schulkiosk verantwortlich waren. Durch die tolle Aktion kamen 450 Euro an Spendengeldern zusammen. Das Geld wurde auf das Spendenkonto für die Ukrainehilfe der Stadt Kempten überwiesen.

Vielen Dank an die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Lehrkräfte für den tollen Einsatz!

am 27.05.2022

Einfach Kicken spielt beim Glaub an dich-Cup

Das Inklusionsteam des FC Kempten in Kooperation mit der Lebenshilfe Kempten war Ende Mai auf dem FC-Bayern-Campus in München zu Gast.

Beim Glaub an dich-Cup nahmen insgesamt neun Mannschaft mit Spielerinnen und Spielern mit und ohne Behinderung teil.

Die Mannschaft von Einfach Kicken konnte diesmal nur in kleiner Zahl anreisen. Dennoch hatten die Spieler (es waren tatsächlich nur Jungs) einen super Tag und überzeugten mit vielen schönen Toren. Am Ende stand für die Mannschaft von den Trainern Christian Eberle und Armin Jahreiß die Bilanz von zwei Siegen, zwei Unentschieden und vier Niederlagen zu Buche.

Ein besonderes Highlight war, dass FC-Bayern-Star und Nationalspieler Joshua Kimmich den ganzen Tag dabei war und alle Mannschaften und Spielerinnen und Spieler unterstützte. Das Team hat sich riesig gefreut und fleißig Autogramme und Fotos gesammelt.

Zum Abschluss wurde der Tag mit einem gemeinsamen Mannschaftsessen gebührend gefeiert. Vielen Dank an alle, die dieses Erlebnis für Einfach Kicken möglich gemacht haben! Unser Team freut sich schon auf nächstes Mal.

am 06.05.2022

Städtische Realschule unterstützt Lebenshilfe

Die Städtische Realschule Kempten unterstützt die Lebenshilfe Kempten mit einer Spende in Höhe von 1.200 Euro für die Ukrainehilfe.

„Mit dieser großzügigen Unterstützung leistet die Städtische Realschule einen großen Beitrag für die Ukraine und den Menschen den in diesen schrecklichen Tagen geholfen werden kann“, erklärt Christine Lüddemann, Geschäftsführerin der Lebenshilfe Kempten.

Wenige Tage nach Kriegsbeginn beschloss die Lebenshilfe Kempten, die sich für Menschen mit einer geistigen Behinderung im Allgäu einsetzt, ihr leerstehendes Wohngebäude in der Mariaberger Straße der Stadt Kempten zur Unterbringung von geflüchteten Menschen zur Verfügung zustellen. Darüberhinaus machte sich ein Hilfskonvoi mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln, Sachspenden und vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern an die polnisch-ukrainische Grenze, der auf dem Rückweg etwa 90 geflüchtete Menschen aus Auffanglagern mit nach Deutschland und in Sicherheit genommen hat.

„Ich selbst habe bei der Ukraine-Hilfsaktion der Lebenshilfe Kempten mitgeholfen und Sachspenden in Boxen verpackt“ berichtet Nils Hoffmann, Schülersprecher der Städtischen Realschule Kempten. „Uns als Schülermitverantwortung (SMV) war schnell klar, auch wir möchten einen Beitrag leisten und haben daher einen Aufruf bei den Eltern und den Lehrerinnen und Lehrern gestartet“ ergänzt Tobias Danner aus der SMV. Durch den Spendenaufruf sind weit mehr als tausend Euro zusammengekommen, wovon 1.200 Euro für die Ukrainehilfe der Lebenshilfe Kempten gespendet wurden.

„Eine richtig coole Aktion habt ihr auf die Beine gestellt! Es ist nicht selbstverständich, dass so junge Menschen sich schon sozial engagieren. Hut ab vor eurer Leistung “, bedankte sich Christine Lüddemann bei den drei Schülern der SMV. Auch ein großes Dankeschön gilt Schulleiter Dieter Gross, der die Aktion seiner Schülerinnen und Schüler unterstützte.

am 26.04.2022

Mitmachaktion zum 60. Geburtstag des Landesverbandes

2022 feiert der Lebenshilfe Landesverband Bayern 60. Geburtstag. Unter dem Motto „Begegnungen – Spuren – Teilhabe“ soll am 5. Mai bayernweit ein Aktionstag stattfinden. Auch die Lebenshilfe Kempten ist - sogar über den 5. Mai hinaus - dabei.

Wir wollen zeigen, dass wir eine bunte und abwechslungsreiche Gesellschaft sind. Jeder Mensch hinterlässt einen individuellen Fußabdruck auf der Welt, keiner sieht gleich aus. Darum haben wir an alle unsere Bereiche eine leere Vorlage eines Fußabdrucks geschickt. Jede und jeder, die oder der möchte, egal ob groß oder klein, Mitarbeiter oder Betreute, Angehörige oder Freunde, können die Vorlage so gestalten, wie sie möchten. Man kann sie ausmalen, bekleben, beschreiben etc.

Wenn auch Sie mitmachen möchten, finden Sie unten eine Fußabdruck-Vorlage. Wir haben uns entschlossen, unsere Aktion über den 5. Mai - den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen - hinausgehen zu lassen. Bis zum 27. Mai können Sie uns gerne Ihren persönlich gestalteten Fußabdruck schicken. Im Anschluss legen wir alle Fußabdrücke, die wir bekommen haben, an mehreren Orten, zum Beispiel in unseren Einrichtungen oder bei Veranstaltungen aus. Damit wollen wir noch einmal symbolisch auf den individuellen Fußabdruck von jeder und jedem von uns aufmerksam machen. Danach schicken wir die Fußabdrücke für das große Jubiläumswochenende im November an den Landesverband.

Die LH Bayern wurde 1962 gegründet. Heute hat der Verband seinen Sitz in Erlangen. Er ist Dachorganisation für 160 Orts- und Kreisvereinigungen, Gesellschaften, Stiftungen und sonstigen Organisationen der Lebenshilfe in Bayern. Unter dem Motto „Miteinander – Wir gestalten Teilhabe“ begleiten und unterstützen der Landesverband und seine Mitglieder seit sechs Jahrzehnten über 50.000 kleine und große Menschen mit ihren besonderen Bedürfnissen und Behinderungen und deren Familien. Dabei gibt es in insgesamt rund 900 Einrichtungen, Diensten und Beratungsstellen in ganz Bayern unterschiedlichste Hilfsangebote – von Frühförderstellen, Schulen, Kindertagesstätten über Wohn-, Kultur oder Freizeitangebote bis hin zu Werkstätten.

Der Landesverband hat für sein Geburtstagsjahr auch eine eigene Jubiläumswebsite eingerichtet.

Wenn Sie mitmachen möchten, schicken Sie uns bitte Ihren fertigen Fußabdruck bis zum 27. Mai 2022 an: Lebenshilfe Kempten, Öffentlichkeitsarbeit, Sankt-Mang-Platz 5, 87435 Kempten.

Vorlage Fussabdruck zum 60jährigen Jubiläum des Landesverbandes
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Vorlage Fussabdruck zum 60jährigen Jubiläum des Landesverbandes

Eine Vorlage zum selbstgestalten Fußabdruckes zum 60jährigen Jubiläum des Landesverbandes.

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am 25.04.2022

Lebenshilfe Kempten setzt auf digitale Teilhabe

Gemeinsam mit der Firma PIKSL organisierte die Lebenshilfe Kempten Workshops zum Thema digitale Medien und ihre Nutzung für die Bewohnerinnen und Bewohner ihrer Wohngruppen.

„Was muss man beachten, wenn man in einen digitalen Raum steigt?“, fragt Nicola Löhr in die Runde. „Klamotten“, ruft ein Teilnehmer. „Dass man ordentlich aussieht“, meint ein anderer. Die Medienpädagogin nickt – auch im digitalen Raum gelten bestimmte Verhaltensregeln. Doch wie betritt man einen digitalen Raum eigentlich? Wie stellt man Lautsprecher oder Sprechansichten ein? All das und viel mehr lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Verlauf eines zweitägigen Workshops mit der Firma PIKSL.

Geleitet wurde der Workshop von Nicola Löhr und ihrem Kollegen Daniel Gladis. Nicola Löhr ist eine von drei hauptamtlichen PIKSL-Schulungsmitarbeiterinnen. Daniel Gladis ist ein ehrenamtlicher Mitarbeiter. Die beiden sind ein eingespieltes Team. „Unser Ziel ist es, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Apps, Geräte und Programme zu erklären und sie auf mögliche Gefahren hinzuweisen“, erklärt Daniel Gladis.

PIKSL ist eine Marke der „In der Gemeinde leben gGmbH“ (IGL) aus Düsseldorf. Ziel von PIKSL ist es, digitale Medien für alle zugänglich und nutzbar zu machen. Um das zu erreichen, gibt es unterschiedliche Angebote. Es gibt sogenannte PIKSL-Labore. Das sind festeingerichtete Orte, an denen man beispielsweise kostenlos im Internet surfen kann oder Hilfe bei allen technischen oder digitalen Fragen bekommt. Oder man kann ein PIKSL-Team buchen. Das besteht aus einer Medienpädagogin und einer Expertin/einem Experten mit Handicap. Sie kommen in die Einrichtungen und bieten Workshops mit unterschiedlichen Schwerpunkten – ganz nach Wunsch und Können der Teilnehmerinnen und Teilnehmer – für Menschen mit Behinderung und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an.

Lebenshilfe Kempten fördert digitale Teilhabe

Der Lebenshilfe Kempten ist digitale Teilhabe der von ihr betreuten Menschen mit Behinderung sehr wichtig. „Viele der Bewohnerinnen und Bewohner sind fit, nutzen eigene Smartphones oder Computer im Alltag und brauchen keine Unterstützung. Andere haben technische Geräte, sind aber noch etwas unsicher, beispielsweise bei der Internetnutzung. Und einige haben bisher keinen Zugang zur digitalen Welt gefunden. Unser Ziel ist es, alle, die möchten, je nach Bedarf zu unterstützen und jeder und jedem digitale Teilhabe zu ermöglichen“, erklärt Petra Buchenau, Heimleitung im Bereich Wohnen der Lebenshilfe Kempten.

Aus diesem Grund machte sich die Lebenshilfe Ende 2021 auf die Suche nach einem Partner, der Schulungen zum Thema digitale Medien für Menschen mit Behinderung anbietet. „Das Angebot von PIKSL hat uns insbesondere aus zwei Gründen überzeugt. Zum einen finden wir es super, dass die Teams aus einer Medienpädagogin und einer Expertin oder einem Experten mit Handicap bestehen. Und zum anderen gefällt uns die Idee, dass die Workshops je nach Bedarf und Können der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausgerichtet und auch eigene Wünsche und Ideen eingebracht werden können“, erklärt Petra Buchenau.

Insgesamt fanden fünf zweitägige PIKSL-Workshops für die Bewohnerinnen und Bewohner der Lebenshilfe statt. Im Vorfeld wurde in jeder Wohngruppe abgefragt, wer mitmachen möchte und welche Themen von Interesse sein könnten. Rund fünf Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind es am Ende pro Workshop geworden. Damit für alle die gleichen Voraussetzungen galten, bekamen alle für die Dauer des Workshops ein iPad von PIKSL gestellt. Für jede und jeden gab es außerdem ein Handbuch mit allen Infos rund um die Themen des Workshops und mit Arbeitsblättern in Leichter Sprache. Pro WG waren auch ein bis zwei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei. Sie sollen im Nachgang die Bewohnerinnen und Bewohner der Gruppe bei Fragen unterstützen können, auch diejenigen, die nicht beim Workshop dabei waren. Gefördert wird das Projekt bei der Lebenshilfe Kempten von Aktion Mensch im Rahmen des Förderangebots „Internet für alle“.

Digitales Lernen und Spaß gehen Hand in Hand

Während der Workshops herrschte eine konzentrierte Stimmung. An ihrem ersten Tag testeten die Bewohner (es waren tatsächlich nur Herren) zweier Wohngruppen aus Kempten beispielsweise am Mittag mit Hilfe einer App die Sicherheit ihrer Online-Passwörter – da gab es die ein oder andere Überraschung. Manch für sicher erachtetes Passwort, rechnete die App vor, kann innerhalb weniger Sekunden geknackt werden. Im Anschluss diskutierten die Teilnehmer mit der Workshop-Leitung, was ein gutes Passwort ausmacht und wie man eines kreieren kann.

Alle Teilnehmer dieses Workshops hatten bereits Erfahrung im Umgang mit digitalen Medien. Der Inhalt der zwei Tage war darum mehr darauf ausgerichtet, die eigene Mediennutzung zu reflektieren, nützliche Apps und Websites kennenzulernen sowie Fragen rund um das Thema Datenschutz zu beantworten. Der Spaß kam dennoch nicht zu kurz. Es wurden auch witzige Spiele-Apps vorgestellt und das Gelernte in einem kniffligen Quiz über die Lernplattform Kahoot abgefragt.

Das Fazit der Teilnehmer fiel positiv aus: „Mir gefällt der Workshop gut. Man kann einiges zum Thema Internet und Computer lernen. Am besten gefällt mir online Spiele spielen, Musik hören und Bilder anschauen“, erzählt Michael E.

am 23.03.2022

Gemeinnützige Familie Rauch-Stiftung spendet Pflegebett

Die gemeinnützige Familie Rauch-Stiftung des Allgäuer Unternehmens MAHA, unterstützt die Lebenshilfe Kempten mit einem neuen Pflegebett im Wert von 2.450 Euro.

„Mit dieser großzügigen Unterstützung trägt die gemeinnützige Familie Rauch-Stiftung dazu bei, dass sich unsere Bewohnerin Cornelia B. in ihrem Zuhause wieder richtig wohlfühlt“, erklärt Benjamin Fackler, stellvertretender Geschäftsführer der Lebenshilfe Kempten.

Dank der gemeinnützigen Familie Rauch-Stiftung konnte für Cornelia B., Tochter von Gründungsmitgliedern der Lebenshilfe Kempten, ein neues Pflegebett finanziert werden. Die 64-jährige wohnt bereit seit 38 Jahren in einer Wohngemeinschaft der Lebenshilfe Kempten und wird dort liebevoll von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lebenshilfe betreut. Cornelia B. hat eine starke geistige Beeinträchtigung und benötigt daher ein spezielles Pflegebett. „Wir sind sehr froh über das neue Pflegebett für Cornelia! Das Alte mussten wir entsorgen, nachdem wir es über Jahre mehrfach repariert haben und es am Ende nicht mehr nutzbar war“, erklärt Wohnbereichsleiter Jürgen Schulz. „Einerseits trägt das neue Pflegebett dazu bei, dass sich Cornelia bei uns rundum wohlfühlt und andererseits erleichtert es den Arbeitsalltag für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter enorm. Das Bett ist extra stabil und kann individuell in der Höhe verstellt werden. Gerade für pflegerische Tätigkeiten ist das eine enorme Hilfe und es entlastet den Rücken der Mitarbeiter deutlich“ ergänzt Jürgen Schulz.

Die Lebenshilfe Kempten ist sehr dankbar über die großzügige Unterstützung durch die gemeinnützige Familie Rauch-Stiftung, da die Kosten des Pflegebettes nicht vom Kostenträger übernommen werden. „Die private gemeinnützige Familie Rauch-Stiftung setzt sich satzungsmäßig für Menschen ein, die unverschuldet in eine Notlage geraten sind, daher ist es für uns eine Selbstverständlichkeit Cornelia B. und die Lebenshilfe Kempten mit dem dringend benötigten Pflegebett zu unterstützen“ betonte Landrat a.D. und Stiftungsratsvorsitzender der gemeinnützigen Familie Rauch-Stiftung Anton Klotz bei der offiziellen Spendenübergabe.

am 11.03.2022

Friedenssingen für die Ukraine

Die Lebenshilfe Kempten hat gemeinsam mit der Band VETO zum Friedenssingen für die Ukraine auf dem Sankt-Mang-Platz eingeladen.

Bei strahlendem Sonnenschein haben wir zusammen mit rund 150 Unterstützerinnen und Unterstützern einige bekannte Friedenslieder wie „Imagine“ oder „Sag mir, wo die Blumen sind“ gesungen. Gemeinsam haben wir uns Mut gespendet und sind eingestanden für eine freie Ukraine und gegen jede Form von Krieg. Vielen Dank an die tolle Band VETO - Vethnophonie für die musikalische Unterstützung und Begleitung, an die Sankt-Mang-Kirche, dass wir auf den Sankt-Mang-Platz durften und für den Strom und vielen Dank an alle, die beim Friedenssingen dabei waren. 💙💙

am 04.03.2022

Im vollgepackten Konvoi an die ukrainische Grenze

11 Kleinbusse mit jeweils zwei ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern haben sich heute aus Kempten - vollgepackt mit gespendeten Lebensmitteln, Hygienesachen, Schlafsachen und Medikamenten - auf den Weg nach Polen an die ukrainische Grenze gemacht.

Dort werden die Sachen an die notleidenden Menschen im Kriegsgebiet verteilt. Auf der Rückfahrt werden die Busse geflüchtete Menschen aus der Ukraine aus einem polnischen Auffanglager mit nach Kempten bringen.

Getragen wird die Aktion von vielen Unterstützerinnen und Unterstützern. Einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lebenshilfe Kempten fahren freiwillig mit an die ukrainische Grenze, der Lebenshilfe Beförderungsdienst stellt mehrere Busse. Auch viele andere Ehrenamtliche sind seit Tagen im Einsatz, verräumen Sachspenden, be- und entladen Busse und packen an, wo es nötig ist.
Ihr seid klasse - vielen Dank💙

Ganz herzlich möchten wir uns auch bei allen Spenderinnen und Spendern bedanken, die diese Aktion mit Geldspenden oder Sachspenden unterstützen - wir sind beeindruckt von dieser Welle der Solidarität. DANKE!

Bitte beachten Sie: Wir haben nun aktuell bereits so viel Unterstützung in Form von Sachspenden von den Spenderinnen und Spendern bekommen, dass wir momentan KEINE weiteren Sachspenden benötigen. Sollte sich das ändern, werden wir an dieser Stelle auflisten, was noch benötigt wird.

Auch haben sich bereits sehr viele ehrenamtliche Helfer bei uns gemeldet. Wir sind begeistert von der großen Bereitschaft, sich einzubringen und uns zu unterstützen - vielen Dank! Aufgrund der großen Rückmeldung benötigen wir aktuell keine weiteren ehrenamtlichen Helfer und bitten Sie, sich nicht weiter telefonisch oder per Mail zu melden.

Wir erstellen nun eine Liste, wann und wo wir Helfer zukünftig benötigen. Selbstverständlich werden wir alle Freiwilligen kontaktieren, die sich bisher bei uns gemeldet haben! Sollten wir darüber hinaus weitere ehrenamtliche Unterstützung benötigen, werden wir das auf unserer Homepage bekannt geben.

am 20.10.2021

Werden Sie Teil des Teams

und bewerben Sie sich bei der Lebenshilfe Kempten mit Ihrer aussagekräftigen Bewerbung.

Gemeinsam als Team setzen wir uns jetzt und auch in Zukunft hier im Allgäu für Menschen mit Behinderung ein. Helfen Sie uns dabei und werden Sie ein Teil von uns.

Unter "Mehr erfahren" finden Sie unsere aktuell offenen Stellen der Lebenshilfe Kempten oder bewerben Sie sich initiativ.

Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung e.V., Kempten / Allgäu
Bewerber-Management
Anna-Lena von der Eltz
St.-Mang-Platz 5
87435 Kempten (Allgäu)
Tel. 0831 / 52 354-0
bewerbung@lebenshilfe-kempten.de

Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung.

Mehr erfahren
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