am 26.07.2021

Wahl-Hilfe-Heft in Leichter Sprache

Gesetzbuch

Wahl-Hilfe-Heft in Leichter Sprache für die Bundes-Tags-Wahl am 26. September 2021.

Am 26. September 2021 findet in Deutschland die Bundes-Tags-Wahl statt.

Das heißt: Die Menschen wählen die neue Bundes-Regierung für die nächsten 4 Jahre.

Die Bundes-Regierung ist die Regierung von ganz Deutschland.
Sie entscheidet über die Gesetze in Deutschland.
Gesetze sind Regeln, an die sich die Menschen halten müssen.
Für diese Bundes-Tags-Wahl gibt es wieder ein Wahl-Hilfe-Heft in Leichter Sprache.

In diesem Heft gibt es viele Informationen zur Bundes-Tags-Wahl.
Zum Beispiel wird erklärt:

Wer wählen kann

Wie man wählen kann

Wo man wählen kann

Das Wahl-Hilfe-Heft ist für alle Menschen, die wählen dürfen.
Wählen dürfen alle Menschen mit einem deutschen Pass.
Und wenn sie über 18 Jahre alt sind.
Hier finden Sie die wichtigsten Informationen über die Bundes-Tags-Wahl.
Zum Beispiel, wie man wählen kann.
Und alle Informationen kann man gut verstehen.
Im Heft sind auch Tipps.
Diese Tipps können Ihnen bei der Wahl helfen.

In den letzten 4 Jahren hat es in Deutschland viele neue Gesetze gegeben.
Diese Gesetze sind auch für Menschen mit Behinderung wichtig.
Zum Beispiel das Barriere-Freiheits-Stärkungs-Gesetz.
Mit dem Gesetz soll es mehr Barriere-Freiheit in Deutschland geben.
Barriere-Freiheit heißt: Es soll keine Hindernisse mehr für Menschen mit Behinderung geben.
Zum Beispiel soll vor jedem Gebäude eine Rampe sein.
Wenn es dort Treppen gibt.

Das Wahl-Hilfe-Heft gibt es ab jetzt im Internet.
Auf dieser Internet-Seite können Sie das Heft herunterladen:
www.behindertenbeauftragter.bayern.de
Das Heft ist barrierefrei.
Barrierefrei heißt hier: Alle Menschen mit Behinderung können es einfacher am Computer lesen.

Das gedruckte Heft kann auch bei diesem Amt bestellt werden: Bayerische Landes-Zentrale für politische Bildungs-Arbeit.
Schreiben Sie dafür bitte einfach eine E-Mail an:
landeszentrale@blz.bayern.de

Übersetzt von sag’s einfach – Büro für Leichte Sprache, Regensburg. Geprüft von der Prüfgruppe einfach g`macht, Abteilung Förderstätte, Straubinger Werkstätten St. Josef der KJF Werkstätten g GmbH. Die gezeichneten Bilder kommen von der © Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., Illustrator: Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, 2013.

Wahl-Hilfe-Heft 2021 in Leichter Sprache
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Wahl-Hilfe-Heft 2021 in Leichter Sprache

Wahl-Hilfe-Heft für die Bundes-Tags-Wahl am 26. September 2021.

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am 19.07.2021

Hilfe für die Lebenshilfe Ahrweiler

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Unser Mitgefühl gilt allen Menschen, die vom Hochwasser betroffen sind. Vor allem die Nachrichten der Lebenshilfe Kreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz erschüttern uns sehr. Daher rufen wir zur Unterstützung auf! Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende!

Die Berichte und Bilder von der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und in Teilen von Bayern machen uns sehr traurig und sprachlos. Vor allem die Nachricht aus Sinzig in Rheinland-Pfalz bestürzt uns sehr. In einer Lebenshilfe-Wohneinrichtung der Kreisvereinigung Ahrweiler in Sinzig sind in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag 12 Bewohnerinnen und Bewohner vom Hochwasser überrascht worden und ums Leben gekommen.

Diese schreckliche Flut ist eine fürchterliche Tragödie, die über Nacht zu so vielen Opfern in Sinzig geführt hat. Die ganze Lebenshilfe Kempten-Familie trauert um die Menschen, die ihr Leben verloren haben und sind in Gedanken bei ihren Angehörigen und Familien.

Helfen Sie der Lebenshilfe Ahrweiler

Unterstützen Sie die Lebenshilfe Ahrweiler mit Ihrer Spende.
Betreff: “Flut Lebenshilfehaus”

Spendenkonten:
Kreissparkasse Ahrweiler
BIC MALADE51AHR
IBAN DE61 5775 1310 0000 8211 24

Volksbank RheinAhrEifel eG
BIC GENODED1BNA
IBAN DE28 5776 1591 0024 1330 01

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website der Lebenshilfe Kreis Ahrweiler.
Tragödie im Lebenshilfehaus | Lebenshilfe Kreisvereinigung Ahrweiler e.V.

am 14.07.2021

Verleihung Silberne Ehrennadel

Ehrung mit der Silbernen Ehrennadel

Die Vorstandsmitglieder Waltraud Bickel, Marlies Wehn und Dr. Hermann Grimminger wurden mit der Silbernen Ehrennadel des Lebenshilfe Landesverbands Bayern e.V. ausgezeichnet.

Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung überbrachte Barbara Stamm, Vorsitzende der Lebenshilfe Landesverband Bayern e.V., per Video-Botschaft ihre Wertschätzung für Marlies Wehn, Waltraud Bickel und Dr. Hermann Grimminger.

„Mit Ihrer über 20jährigen beeindruckenden Vorstandsarbeit haben Sie die Weichen für die Lebenshilfe Kempten gestellt. Die Liste der Meilensteine ist groß, die Angebote vielfältig, die Sie für die Menschen mit Behinderung entwickelt haben.“, so Barbara Stamm in ihrer Laudation.

Für ihre 25jährige Tätigkeit im Vorstand überreichte Bernhard Schmidt, Vorsitzender der Lebenshilfe Kempten, die Ehrennadel des Lebenshilfe-Landesverbandes in Silber an Marlies Wehn und Dr. Hermann Grimminger. Auch Waltraud Bickel, stellvertretende Vorsitzende der Lebenshilfe Kempten, bekam die silberne Ehrennadel. Sie feierte 2020 ihr 20jähriges Vorstandsjubiläum.

Auch die Lebenshilfe Kempten gratuliert den drei Jubilaren herzlichst zur Ehrung mit der silbernen Ehrennadel. Wir hoffen, sie kämpfen noch viele Jahre an der Seite der Lebenshilfe Kempten weiter und möchten Marlies Wehn, Waltraud Bickel und Dr. Hermann Grimminger unsere Hochachtung aussprechen und uns für ihr langjähriges Engagement, ihren Einsatz und für die überaus wertvolle und konstruktive Zusammenarbeit bedanken. Auf viele weitere gemeinsame Jahre im Auftrag der Menschen mit Behinderung.

Laudatio von Barbara Stamm

Präsidentin des Bayerischen Landtags a.D.
Vorsitzende der Lebenshilfe Landesverband Bayern

Ich freue mich, heute meine vollste Wertschätzung für das unermüdliche Engagement dreier Vorstandsmitglieder der Lebenshilfe Kempten zum Ausdruck bringen zu dürfen. Liebe Frau Wehn, liebe Frau Bickel und lieber Herr Dr. Grimminger, die Lebenshilfe braucht Menschen wie Sie!

Sie, Frau Wehn, Frau Bickel und Herr Dr. Grimminger, können auf über 20 Jahre beeindruckende Vorstandsarbeit zurückblicken. Eine Zeit, in der Sie die Weichen für eine bessere Zukunft für die Lebenshilfe Kempten gestellt haben. Dank Ihnen ist die Lebenshilfe Kempten das, was sie heute ist! Ein Verein mit einer Vielzahl an hoch professionellen Einrichtungen und ambulanten Diensten für Menschen mit geistiger und seelischer Behinderung.

Liebe Frau Wehn,
der Weg für Sie und die Lebenshilfe Kempten begann im Jahr 1995. Seitdem sind Sie nicht nur Mitglied! Sondern Sie sind seit 25 Jahren in der Funktion als Beisitzerin im Vorstand der Lebenshilfe Kempten tätig.
Die ganzen Jahre während Ihrer Tätigkeit waren Sie der „wahre“ Ruhepol. Egal was kommen mag, Sie behalten immer Ihre freundliche und gut gelaunte Art bei. Mit unermüdlicher Ruhe und Ausgeglichenheit schenken Sie dem Vorstand der Lebenshilfe Kempten viel Kraft. Das zeichnet Sie aus!

Auch sind Sie bei keiner Veranstaltung der Lebenshilfe Kempten wegzudenken. Ob hinterm Grill oder beim Aufbau oder beim Binden der Adventskränze zur Adventszeit, Sie packen tatkräftig an, egal wo es klemmt! Eine Veranstaltung der Lebenshilfe Kempten ohne Frau Wehn ist einfach nicht denkbar. Und auch da haben Sie mit Ihrer fröhlichen einzigartigen Art immer ein Lächeln für Ihre Mitmenschen übrig.

Dank Ihres Engagements im Förderverein Kempten konnte das Wohnheim Adelharzer Weg mitfinanziert werden. Dafür von mir meinen allerherzlichsten Dank.

Liebe Frau Bickel,
für Sie begann der Weg bei der Lebenshilfe Kempten im Jahr 1993 als Mitglied. Auch haben Sie Spuren hinterlassen, auf die Sie wirklich stolz sein können: Seit 2000 sind Sie im Vorstand der Lebenshilfe Kempten aktiv, von 2000 bis 2004 waren Sie in der Funktion als Beisitzerin tätig und seit 2004 sind Sie nun Stellvertretende Vorsitzende der Lebenshilfe Kempten.

Und eines ist uns allen klar: Sie sind der „Motor“ in der Vorstandsarbeit. Eine Ihrer Herzensangelegenheiten war der Bau des Wohnheims Adelharzer Weg – um hier mal nur ein Beispiel zu nennen. Auch ihr eigener Sohn hat in dem Wohnheim ein neues Zuhause gefunden.

Mit viel Kraft und erstaunlichem Mut setzen Sie sich für die Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige ein. Ob als Gründungsmitglied des Fördervereins Kempten oder als Mitglied im Ausschuss Wohnen des Landesverbandes Bayern. Dort bringen Sie all Ihre Kraft und Ihren Mut mit ein!

Sie vertreten die Lebenshilfe außerdem in der Stadt Kempten. Als Stellvertretende Vorsitzende des Behindertenrats machen Sie vor Ort auf Anliegen und Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung aufmerksam.

Auch Sie, liebe Frau Bickel, fehlen auf keiner Veranstaltung der Lebenshilfe Kempten. Dabei packen Sie an. Aber nicht nur Sie, auch Ihre ganze Familie hilft mit. Und auch auf vielen offiziellen Auftritten geben Sie der Lebenshilfe Kempten „ein Gesicht“. Ohne Ihren tatkräftigen Einsatz und Ihre Unerschrockenheit wären viele Angebote der Lebenshilfe Kempten nicht möglich gewesen. Dafür gebührt Ihnen mein tiefster Dank.

Lieber Herr Dr. Grimminger,
mit außerordentlichem Engagement setzen Sie sich schon seit über 25 Jahren für die Lebenshilfe Kempten ein. Es sind beachtliche Jahre, auf die Sie stolz sein können. Sie waren dabei stets der „Ideengeber“ im Vorstand. Seit 1995 Mitglied, seit 1996 im Vorstand, 1996 bis 2000 waren Sie Stellvertretender Vorsitzender und nun sind seit 2000 in der Funktion des Beisitzers tätig.

In all den Jahren lag Ihnen besonders das Thema Autismus am Herzen. Jahrelang haben Sie sich für Menschen mit Autismus stark gemacht. Und Sie haben das Thema in der Region energisch vorangetrieben. Mit „handfesten“ Ergebnissen: Im Jahr 2004 wurde das Autismus Zentrum Allgäu in Kempten gegründet. Und drei Jahre später, 2007, wurde das Angebot für Menschen mit Autismus durch das Zentrum Schwaben erweitert. Mit Ihrem unermüdlichen Einsatz sorgen Sie für eine hohe individuelle Lebenszufriedenheit und Lebensqualität bei autistischen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen und deren Angehörigen. Dies wäre ohne Ihr Engagement nicht möglich gewesen! Dafür möchte ich mich bei Ihnen ganz herzlich bedanken.

Lassen Sie mich Ihnen noch einen kurzen Einblick in die gemeinsame Arbeit dieses Vorstandes geben. In das, was dieser Vorstand gemeinsam mit der Geschäftsführung der Lebenshilfe Kempten über die Jahre hinweg geschaffen hat. Die Groß-Investitionen in die Schulerweiterung der Tom-Mutters Schule im Jahr 2002 etwa. Es folgten der Neubau der Heilpädagogischen Tagestätte im Jahr 2006 und der Ausbau weiterer Wohngemeinschaften wie zum Beispiel die Wohngemeinschaft Tilsiter Straße. Ein besonders schönes Zuhause für Menschen mit einer seelischen Behinderung

„Wohnen für Menschen mit Behinderung“, das war und ist Ihnen wichtig! Während Ihrer Amtszeit wurde das Wohnangebot der Lebenshilfe Kempten deutlich erweitert. Für Sie ist dabei klar: Menschen mit Behinderung sollen selbst entscheiden können, wo und mit wem sie leben wollen, und die Unterstützung erhalten, die sie dafür brauchen. Ein Ergebnis dieses Leitgedankens ist der Neubau des Wohnheims in der Rottachstraße in Kempten – um hier nur ein weiteres Beispiel zu nennen.

Auch die Kleinsten mit einer geistigen und seelischen Behinderung liegen Ihnen am Herzen. Mit dem Fachdienst Triangel wurde 1999 ein Hilfsangebot für Familien und pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen geschaffen. Dort suchen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter täglich nach konstruktiven Lösungen. Lösungen, mit denen auch die Kleinsten optimal in ihrer Entwicklung gefördert werden. Mit einer neuen Außenstelle für Frühförderung in Immenstadt wurde diese Art der Förderung weiter ausgebaut.

Sie, liebe Frau Wehn, liebe Frau Bickel und lieber Herr Dr. Grimminger, haben immer ein Gespür für „neue“ Themen gehabt. Für Themen, die für Menschen mit Behinderung und deren Angehörigen für die Zukunft wichtig sein werden. Für Fragen, für die es Antworten braucht!
Sie haben früh erkannt, dass „Älterwerden“ bei Menschen mit Behinderung ein großes Thema für die Zukunft sein wird. Darum setzt sich die Bayerische Lebenshilfe für ein „würdevolles“ Altern ein. Für Menschen mit Behinderung muss ein selbstbestimmtes Leben gewährleistet sein, auch im hohen Alter. Das ist und war Ihnen wichtig! Und wie kriegen wir das hin, ist die Frage. Sie haben darauf in Kempten schon 1996 eine Antwort gegeben: mit der „Seniorentagestätte“ im Gebäude des Wohnheims in der Marienbergstraße.

Und Sie sind als Vorstände immer offen für Innovation gewesen. Schon seit dem Jahr 2000 hat die Lebenshilfe Kempten einen eigenen Internetauftritt. Damit wurden die „ersten“ Weichen für eine digitalisierte Kommunikation gestellt. Und heute? Ob Facebook oder Instagram, die Lebenshilfe Kempten ist präsent in den sozialen Medien. Hier kann man täglich sehen, wie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit auch in den sozialen Medien erfolgreich sein kann.

Liebe Frau Wehn, liebe Frau Bickel und lieber Herrn Dr. Grimminger, die Liste der Meilensteine aus Ihrer Zeit ließe sich noch weiter fortführen. Meilensteine, mit denen Sie gemeinsam mit der Geschäftsführung der Lebenshilfe, die Weichen für die Zukunft der Lebenshilfe Kempten gestellt haben. Damit haben Sie vielfältige Angebote und Institutionen für Menschen mit Behinderung und deren Angehörigen geschaffen.

Immer mit vollem Einsatz und einem unermüdlichen Kampfgeist. Das zeichnet Ihre Arbeit als Vorstände aus. Dabei haben Sie immer beharrlich an der Seite der Menschen mit Behinderung für deren Rechte gekämpft. Sie mussten dabei Hürden überspringen und Rückschläge hinnehmen. Und Sie haben dennoch nicht die sprichwörtliche Flinte ins Korn geworfen.

Sie haben nie die Ziele, die Vision und die Werte der Lebenshilfe Kempten aus den Augen verloren. Im Gegenteil Sie haben im Jahr 2001 bis 2002 gemeinsam mit Menschen mit Behinderung, deren Eltern und den Mitarbeitern das Leitbild der Lebenshilfe Kempten ausgearbeitet.

Liebe Frau Wehn, liebe Frau Bickel und lieber Herrn Dr. Grimminger, Sie standen immer mit Rat und Tat der Geschäftsleitung und den anderen Vorstandsmitgliedern zur Seite. Und Sie haben alle Ihre eigenen wertvollen Erfahrungen bereitwillig mit uns geteilt.

Sie als Vorstand sind „Motor“, „Ideengeber“, „Entscheidungsträger“ und „Berater“ der Geschäftsleitung. Dank Ihnen ist die Lebenshilfe Kempten, das was sie heute ist. Dank Ihnen können Menschen mit Behinderung mitten in der Region selbstbestimmt und in Würde leben. Und sind mitten in der Gesellschaft angekommen und werden in Ihrer Vielfalt geachtet. Wir, der Landesverband, und die Lebenshilfe Kempten, hoffen, Sie bleiben uns mit Ihrem Engagement noch lange erhalten und kämpfen gemeinsam mit uns im Auftrag der Menschen mit Behinderung.

Liebe Frau Wehn, lieber Herrn Dr. Grimminger und liebe Frau Bickel

Als Zeichen der Anerkennung für Ihre außerordentlichen Verdienste und in großer Dankbarkeit für Ihr vorbildliches Engagement für Menschen mit Behinderung darf ich Ihnen die Ehrennadel der Lebenshilfe in Silber überreichen.

Ich wünsche Ihnen allen für Ihren weiteren Lebenswegen alles alles Gute, vor allem Gesundheit und viel Erfolg, bei allem was Sie sich vornehmen.

am 14.07.2021

Neuer Vorstand gewählt!

Neuer Vorstand gewählt!

Im Rahmen der ordentlichen Mitgliederversammlung am 14. Juli 2021 wurde ein neuer Vorstand der Lebenshilfe Kempten gewählt.

Am Mittwoch, den 14. Juli 2021, lud die Lebenshilfe Kempten zur Mitgliederversammlung, die Jahre 2019 und 2020 betreffend, in die Tom-Mutters-Schule in Thingers ein. Die letztjährige Mitgliederversammlung musste aufgrund von Corona leider ausfallen. Umso größer war bei allen die Freude, nun wieder – selbstverständlich unter Wahrung aller Hygiene-, Personen- und Abstandsregeln - zusammenzukommen.

„Die Prognosen sind schwierig, aber unser oberstes Gebot war und ist der Schutz der uns anvertrauten Menschen mit Behinderung“, fasste Bernhard Schmidt, Vorsitzender der Lebenshilfe Kempten, die Devise in den vergangenen zwei Jahren während der Pandemie zusammen. „Die Bereitschaft aller – von den Menschen mit Behinderung über Mitarbeitende, Betriebsrat, Geschäftsleitung und Angehörige war unglaublich.“ Christine Lüddemann, Geschäftsführerin der Lebenshilfe Kempten, ging bei der aktuellen Mitgliederversammlung sogar noch weiter: „Obwohl wir teilweise strenge Maßnahmen vorgeben mussten, von der Quarantäne im Wohnheim bis hin zur Clusterung in den Allgäuer Werkstätten können wir die letzten zwei Jahre als Erfolgsgeschichte bezeichnen.“ Bemerkenswert fand sie auch die Unterstützung aus der Bevölkerung gerade am Anfang der Pandemie durch das Behelfsmaskennähen. „Für diese Solidarität und Unterstützung ist die gesamte Lebenshilfe-Kempten-Familie von Herzen dankbar!“

Aus dem Geschäftsbericht der Geschäftsleitung ließ sich gerade für das Jahr 2019 ein ordentlicher Jahresüberschuss herauslesen. „Das Polster ist wichtig für unsere Investitionen im Wohnheimbereich. Einige Wohngebäude müssen in den kommenden Jahren saniert werden, damit sie weiterhin den rechtlichen Vorgaben zur Ausführung des Pflege- und Wohnqualitätsgesetzes entsprechen“, erklärte Christine Lüddemann.

Vorstand und Geschäftsleitung wurden von den Mitgliedern einhellig die Entlastung erteilt. Zuvor hatte schon die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Bilanzen des Vereins für die Jahre 2019 und 2020 geprüft und die Bilanzen mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Neben den Rückblicken auf die vergangenen zwei Jahre gab es auf der Mitgliederversammlung hochkarätige Ehrungen und die Neuwahl des Vorstandes. Insgesamt waren 64 stimmberechtigte Mitglieder anwesend.

Vorstandswahlen

63 der 64 Stimmen entfielen bei der Neuwahl auf den langjährigen Vorsitzenden Bernhard Schmidt, der erneut antrat. Für ihn soll es jetzt die letzte Wahlperiode sein. Wiedergewählt wurden außerdem seine Stellvertreterin Waltraud Bickel sowie die Beisitzer Marlies Wehn, Dr. Hermann Grimminger und Marcus Herschel (Ersatzmitglied). Neu im Vorstand als Beisitzer sind Claudia Fornell, Susanne Jäger und Altlandrat Anton Klotz. Ausgeschieden waren während der letzten Wahlperiode aus persönlichen Gründen Anja Stroppel und Melanie Ansorge. Bernhard Schmidt dankte den Ausgeschiedenen herzlich für ihre Mitarbeit und ihr Engagement in den letzten Jahren und wünschte beiden alles Gute.

Aufgrund der Pandemie kam der bisherige Vorstand auf fünf Arbeitsjahre. Der jetzige Vorstand ist bis 2025 – also wieder vier Jahre – gewählt. Auch gibt es mit Zustimmung der Mitgliederversammlung statt fünf Beisitzer nunmehr sechs. Der 6. Beisitzer fungiert als Ersatzvertreter.

Ehrungen

Neben den Vorstandswahlen wurden auch langjährige Mitglieder von der Lebenshilfe Kempten für ihr 10-, 20-, 30- und 40-jähriges Jubiläum geehrt. Krönender Abschluss der feierlichen Ehrungen war die Ehrung für Otto Braunschmid: Er wurde für 50 Jahre treue Mitgliedschaft gewürdigt.

am 03.05.2021

Einzug in ein neues Zuhause

Neues Zuhause für 24 Bewohner

Unser neues Wohn- und Lebensprojekt in Waltenhofen schafft ein Zuhause für 24 erwachsene Menschen mit Behinderung.

Die ca. 9.600 einwohnerstarke Gemeinde Waltenhofen ist um 24 lebensfrohe Bewohnerinnen und Bewohner reicher. Am 24. und 25. März sind unsere erwachsenen Menschen mit Behinderung in das neue Wohngebäude in der Gemeinde rund zehn Kilometer südlich von Kempten gezogen. Ihr altes Zuhause, das 1983 in der Kemptener Mariaberger Straße gebaut wurde, entspricht heute nicht mehr den rechtlichen Anforderungen der neuen Verordnung zur Ausführung des Pflege- und Wohnqualitätsgesetzes.

Was zukünftig mit dem ersten eigenen Wohnheim der Lebenshilfe Kempten passieren wird, ist noch in Klärung. Aktuell befindet sich der Vorstand gemeinsam mit der Geschäftsleitung der Lebenshilfe Kempten in der konzeptionellen Phase. Unser Bestreben ist es, ein neues Wohnprojekt entstehen zulassen und einen Investor für das Projekt zu finden.

Das Haus in Waltenhofen ist ein modernes, helles, dreistöckiges Gebäude. Die Bewohnerinnen und Bewohner werden dort aufgeteilt auf zwei Wohngruppen leben. „Für uns war es wichtig, neben der Umsetzung des Wohn- und Qualitätsgesetzes einen Ort zu schaffen, an dem sich unsere Bewohnerinnen und Bewohner zuhause fühlen“, erklärt Jürgen Schulz, Bereichsleiter Wohnen bei der Lebenshilfe Kempten.

Alle Gemeinschaftsräume wurden neu eingerichtet. Gemütliche Sofas und Sessel für die Wohnzimmer in beiden Gruppen, neue Einbauküchen und, wo möglich, neue Möbel für die Bewohnerzimmer besorgt. Beide Gruppen haben außerdem eine große Terrasse mit Zugang zum Garten.
Neben insgesamt 22 Bewohnerzimmern gibt es zwei Appartements mit einer gemeinsamen Küche. Die Appartements bieten die Möglichkeit des eigenständigeren Wohnens, gleichzeitig ist aber auch die Zugehörigkeit zur Gruppe geschaffen. „Die Möglichkeit für fittere Menschen, unabhängig selbstständiger wohnen zu können, war ein wichtiger Punkt in unserem Konzept“, erklärt Jürgen Schulz. Selbstverständlich ist das gesamte Gebäude barrierefrei. Für die Fahrzeuge und Fahrräder der Wohngruppen gibt es eine eigene Tiefgarage.

Im Herbst 2014 startete die Planung

Erste konkrete Schritte für das neue Wohn- und Lebensprojekt begannen im Herbst 2014. Die Lebenshilfe Kempten machte sich damals auf Standortsuche für neue, dezentrale Wohnformen, um zukünftig und mit Hinblick auf das neue Bundesteilhabegesetz ein noch differenzierteres Wohnangebot zu schaffen. „Durch das neue Pflege- und Wohnqualitätsgesetz war uns bewusst, dass das Wohnheim in der Mariaberger Straße zwangsläufig saniert werden muss, um den neuen gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen. Dazu kam, dass die Nachfrage nach Wohnplätzen für Menschen mit Behinderung hoch war und auch heute noch hoch ist. Da es zum damaligen Zeitpunkt keine passenden Liegenschaften in Kempten für uns gab, haben wir uns entschlossen, auf umliegende Gemeinden zuzugehen. Voraussetzung war für uns, dass sie verkehrstechnisch gut angebunden sind und über eine funktionierende Infrastruktur verfügen“, erklärt Benjamin Fackler, stellvertretender Geschäftsführer der Lebenshilfe Kempten, die Ausgangslage.

Die Reaktionen fielen durchweg positiv aus. Die Lebenshilfe Kempten hat viel Zuspruch aus den Gemeinden erfahren und ist mit offenen Armen für ein neues Wohnprojekt empfangen worden. „Ich glaube, das liegt daran, dass eine Gemeinde weiß, was sie mit unseren Bewohnerinnen und Bewohnern gewinnt: Lebensfrohe und hilfsbereite Nachbarinnen und Nachbarn, die aktiv am Dorfleben teilnehmen und die Angebote vor Ort nutzen“, erläutert Benjamin Fackler. Für Waltenhofen sprach, dass hier alle Anforderungen bezüglich Anbindung und Infrastruktur erfüllt waren, dass der Standort verkehrsgünstig, aber trotzdem auch ruhig liegt und dass mit der Raiffeisenbank Kempten-Oberallgäu eG ein zuverlässiger und engagierter Investor und Kooperationspartner gefunden wurde.

Das Grundstück gehört der Bank, sie ist auch Bauherrin des Gebäudes. Die Lebenshilfe Kempten mietet das Gebäude von ihr an. „Wir waren für verschiedene Bau- und Finanzierungsmöglichkeiten offen. Am Ende überzeugte uns die Zusammenarbeit mit der Raiffeisenbank Kempten-Oberallgäu eG und der Standort in der Gemeinde Waltenhofen am meisten“, so Benjamin Fackler.

2015 trat die Lebenshilfe Kempten mit der Regierung von Schwaben und dem Bezirk Schwaben in Kontakt, wie eine Finanzierung des Projekts aussehen könnte. Es entwickelten sich intensive Verhandlungen. Gleichzeitig unterstützten Bezirk und Regierung das Vorhaben aber auch von Planungsbeginn an. Im August 2018 startete schließlich die Umsetzungsphase, die mit dem Einzug der Bewohnerinnen und Bewohner im März 2021 ihr Ende fand. Unterstützt wurde der zweitägige Umzug von der Firma Dachser & Kolb. „Die Zusammenarbeit mit der Raiffeisenbank und insbesondere mit dem Vorstandssprecher Heinrich Beerenwinkel verlief sehr gut. Wir sind dankbar, wie aufgeschlossen und verständnisvoll sie jederzeit gegenüber allen Vorgaben seitens der Regierung sowie unseren Wünschen und Anregungen waren“, betont Benjamin Fackler.

Aus dem neuen Haus wird ein Zuhause

Unsere Bewohnerinnen und Bewohner fühlen sich in Waltenhofen wohl. Damit sie sich auf das neue Zuhause einstellen konnten, hatten sie ein paar Wochen vor dem Umzug die Chance, im Rahmen von zwei Führungen ihr neues Heim kennenzulernen. Die Angehörigen bekamen ebenfalls die Möglichkeit, schon vor dem Umzug den Neubau zu besichtigen.
„Ich fand es gut, unser neues Haus bei einem Besuch kennenzulernen. Danach habe ich mich noch mehr auf den Umzug gefreut. Mit gefällt es in Waltenhofen gut“, erzählt Tatjana.

Momentan wird noch fleißig geräumt und fertig aufgebaut. In den Bewohnerzimmern sind die Kisten bereits ausgepackt und die persönlichen Habseligkeiten verstaut. Die Bewohnerinnen und Bewohner freuen sich auf den ersten Sommer in Waltenhofen. Und sie hoffen, dass bald auch die Einweihungsfeier nachgeholt werden kann. „Ich möchte meiner Familie mein neues Zimmer zeigen“, blickt beispielsweise Daniel in die Zukunft.

„Ganz herzlich danken möchte ich dem gesamten Bereich Wohnen um Jürgen Schulz und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ein spezieller Dank geht an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in der Mariaberger Straße gearbeitet haben und jetzt in Waltenhofen im Einsatz sind – klasse, wie sie den Umzug gemeistert haben und aus dem neuen Haus Stück für Stück ein Zuhause für unsere Bewohnerinnen und Bewohner machen“, fasst Benjamin Fackler zusammen.

Daten und Fakten zum Wohnprojekt und zu Waltenhofen

  • Insgesamt hat das Grundstück ca. 1.540 Quadratmeter
  • Das Gebäude hat drei Stockwerke und eine Tiefgarage mit neun Autostellplätzen
  • Es gibt 22 Bewohnerzimmer
  • Dazu kommen zwei Appartements mit einer eigenen Gemeinschaftsküche
  • Die Planungs- und Bauphase ging über insgesamt 6,5 Jahre
  • Waltenhofen hat rund 9.600 Einwohner und liegt ca. 10 Kilometer südlich von Kempten
  • Etwa 20 Minuten dauert es mit dem Bus von Waltenhofen zur ZUM in Kempten.
am 18.03.2021

DANKE für die große finanzielle Unterstützung

Akuthilfe Allgäu e.V.

Wir sind sehr dankbar für die großartige Spendenbereitschaft, die wir aus der Bevölkerung und vor allem von Firmen sowie von Stiftungen, für das neue Wohngebäude in Waltenhofen erfahren durften.

Damit sich die Bewohnerinnen und Bewohner in ihrem neuen Zuhause in Waltenhofen wohlfühlen und eine optimale Betreuung möglich ist, wurden für die beiden neuen Wohngruppen jeweils eine Küche, ein Wohnzimmer und ein Pflegebad benötigt sowie die persönlichen Zimmer der Bewohnerinnen und Bewohner, die zum Teil schon über 20 Jahre alt waren, wo immer möglich, neu ausgestattet.

Das sind finanzielle Aufwendungen, die die Lebenshilfe Kempten allein stemmen muss und die nicht vom Kostenträger übernommen werden. Daher sind wir sehr dankbar für die großartige Spendenbereitschaft, die wir aus der Bevölkerung und vor allem von lokalen Firmen sowie von bundesweiten Stiftungen, für das neue Wohngebäude in Waltenhofen erfahren durften. Durch die geldliche Unterstützung war es uns möglich, das Wohnheim im Innenbereich komplett auszustatten und einige Bewohner-Zimmer neu zu möblieren.

Ein großer Dank gilt dafür insbesondere der Ernst-Prost-Stiftung für die großzügige Spende in Höhe von 30.000 Euro, der Sparkasse Allgäu für 10.000 Euro, der Boni Tschönhens Stiftung, der Fritz und Brunhilde Englisch Stiftung und der Raiffeisenbank Kempten-Oberallgäu eG für jeweils 5.000 Euro, der Akuthilfe Allgäu e.V. für eine Spende in Höhe von 4.000 Euro, der Firma Liebherr-Verzahntechnik GmbH für ihre Spende in Höhe von 3.500 Euro, gesammelt von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und aufgestockt von der Geschäftsführung, dem Kemptener Bauunternehmen Laurehaus sowie der Sozialbau Kempten Wohnungs- und Städtebau GmbH für jeweils eine Spende in Höhe von 2.500 Euro, der Allgäuer Mineralöl-Handels-Gesellschaft A. Schuhmann GmbH & Co. KG für 2.000 Euro, der Allgäuer Volksbank mit einer Spende aus dem Gewinnsparen sowie der Firma Energiehandel KESLAR GmbH mit einer Spende in Höhe von je 1.500 Euro, der Peter Dorner Stiftung für 1.000 Euro sowie den vielen weiteren Spendern, die für das Wohn- und Lebensprojekt in Waltenhofen gespendet haben. Mit den Spenden wurde ein riesengroßer Beitrag geleistet, damit sich die Bewohnerinnen und Bewohner in ihrem neuen Zuhause in Waltenhofen wohlfühlen. Vielen herzlichen Dank!

Weitere Hilfe benötigt

Unterstützen Sie uns bitte mit Ihrer Spende für die Ausstattung des Wohngebäudes im Außenbereich! Es werden noch dringend Gartenmöbel für insgesamt 24 Bewohnerinnen und Bewohner sowie deren Betreuerinnen und Betreuer benötigt. Gerade in der aktuellen Zeit ist ein schöner Garten mit Wohlfühl-Charakter und gemütlichen Sitzmöbeln ein wichtiges Gut, um sich vom tristen Corona-Alltag zu erholen und seinen Urlaub im heimischen Garten in vollen Zügen zu genießen. Mit Ihrer Spende schaffen Sie ein wohliges Zuhause für erwachsene Menschen mit einer geistigen Behinderung! Vielen Dank!

Spendenkonto

Raiffeisenbank Kempten
IBAN: DE72 733 699 20 000 000 4545
BIC: GENODEF1SFO
Stichwort: Ausstattung Wohnheim Waltenhofen

am 04.03.2021

NEU: Video-Beratungen

EUTB Logo

Die EUTB - Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung bietet ab sofort Video-Beratungen an.

Termine für eine kostenfreie Beratung können per Email beratung@eutb-allgaeu.de oder telefonisch 0831/7458 7440 vereinbart werden.

Die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung, kurz EUTB, unterstützt und berät alle Menschen mit Behinderungen, von Behinderung bedrohte Menschen sowie deren Angehörige und andere Interessierte kostenlos und bundesweit in allen Fragen zur Teilhabe und Rehabilitation.

Die EUTB ist in Kempten und im Oberallgäu eine erfolgreiche Kooperation zwischen Lebenshilfe Kempten, Lebenshilfe Sonthofen, Allgäuer Werkstätten, Körperbehinderte Allgäu, Diakonie Allgäu und der Caritas Kempten-Oberallgäu.

Die Berater*innen der EUTB Allgäu sind weiterhin für Sie da, jetzt auch per Video-Beratung!

Sie erreichen die EUTB telefonisch

  • in Kempten: 0831/ 745 874-40
  • in Sonthofen 08321/ 607 62 15

oder per E-Mail: beratung@eutb-allgaeu.de

Das Team der EUTB Allgäu unterstützt Sie gerne!

am 14.12.2020

Ein HOCH auf unsere Jubilare!

20-jähriges Dienstjubiläum

Wir sagen ganz herzlich Dankeschön an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den langjährigen Einsatz für die uns anvertrauten Menschen mit Behinderung.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter helfen bereits unseren kleinsten Klienten einen guten Start ins Leben zu ermöglichen, sie bringen die Kinder und Jugendlichen täglich sicher in die Schule, sie unterrichten die Schülerinnen und Schüler, damit sie in der Zukunft selbstständig ihren Weg gehen, sie schaffen Freizeitmöglichkeiten, Spiel und Freude, sie unterstützen und entlasten Eltern im Alltag und sie machen das Daheim für die uns anvertrauten Menschen mit Behinderung zu einem wohligen Zuhause.

Nur durch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihren jahrzehntelangen Einsatz für unsere Kinder, Jugendlichen und erwachsenen Menschen mit ihren besonderen Bedürfnissen lebt unsere Lebenshilfe und macht sie zu dem, was sie heute ist und dafür gilt unser größtmöglicher Respekt.

Wir danken unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, gerade in der jetzigen Zeit, für Ihren besonnenen Umgang mit den aktuellen Herausforderungen. Eine Zeit, die für uns alle nicht einfach ist, aber die wir gemeinsam meistern werden, um weiter für unsere Menschen mit Behinderung hier in unserer Region da zu sein.

Wir hoffen, COVID-19 lässt es zu, unsere Jubilare im kommenden Jahr gebührlich zu feiern.

Lebenshilfe Dienstjubiläum 2020

10 Jahre
Nadine Maurus (Wohnen), Kornelia Aamoum (Offene Hilfen), Heidi Zeilinger (Wohnen), Daniela Gerber (Wohnen), Benjamin Fackler (Geschäftsleitung) sowie drei weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Bereich Wohnen.*

Zudem feiern drei Mitarbeiter unseres Beförderungsdienstes ihr 10-jähriges Dienstjubiläum:
Alexander Brög, Oskar Rothärmel und Josef Kreisz

20 Jahre
Ulrike Leipert (Tom-Mutters-Schule), Monika Wachter-Stückl (Heilpädagogische Tagesstätte) sowie fünf weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Bereich Wohnen und der Tom-Mutters-Schule.*

25 Jahre
Nikolaus Prestel (Frühförderung), Jürgen Schulz (Wohnen), Reinhold Jutz (Heilpädagogische Tagesstätte) sowie eine weitere Mitarbeiterin aus der Tom-Mutters-Schule.*

30 Jahre
Sabine Mösle (Tom-Mutters-Schule) sowie eine weitere Mitarbeiterin aus dem Bereich Wohnen.*

35 Jahre
Daniela Baur (Heilpädagogische Tagesstätte) und Mathilde Fendt (Tom-Mutters-Schule).

*Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möchten nicht namentlich genannt werden.

am 22.10.2020

55 Jahre Lebenshilfe Kempten

55 Jahre Lebenshilfe Kempten

Im Jahr 2020 feierten wir einen ganz besonderen Geburtstag – der Verein Lebenshilfe Kempten wurde 55 Jahre alt.

Herausforderungen hat es in den vergangenen 55 Jahren innerhalb der Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung schon immer gegeben. Das begann bereits zu Beginn der Elterninitiative und hat sich wie ein roter Faden in den vergangenen Jahrzehnten durch das Handeln unseres engagierten, gemeinnützigen Vereins durchgezogen. Dabei haben und hatten alle Vorstände und Geschäftsführer, alle Eltern und Mitarbeiter stets das Wohl der Menschen mit Behinderung im Blick – immer mit der Intension, die auch das Leitbild der Lebenshilfe Kempten prägt: „Es ist normal, verschieden zu sein.“ Dass bei all diesem Engagement ausgerechnet im 55. Jubiläumsjahr ein Virus unsere Solidargemeinschaft erneut auf eine harte Probe stellt, hätte am Anfang des Jubiläumsjahres wohl niemand vermutet.

Die Lebenshilfe ist in einer Zeit geboren, als Kinder und Jugendliche mit Behinderung als „schachsinnig und bildungsunfähig“ gegolten haben. Bis weit in die 60er Jahre wurden sie aus Kindergärten und Schulen ausgeschlossen, hatten kein Recht auf Bildung somit auch keine Beschäftigungsperspektiven. Noch unter dem Eindruck des Nazi-Terrors musste die Gründergeneration der Lebenshilfe somit gegen massive Diskriminierung und ein gedankliches Konstrukt ankämpfen. Ihre tiefe Überzeugung war es, dass Menschen mit einer geistigen Behinderung bildungsfähig sind und einen Anspruch auf Förderung haben, dass es ein Hilfesystem geben muss, dass verbindlich geregelt wird (Rechtsanspruch statt Almosen) und dass Hilfen dort entstehen, wo sie benötigt werden - dezentrale Hilfen, wohnortsnah, statt große Anstalten und Heime. Sie waren mutige Vorreiter für etwas, was 2008 endlich in der UN-Behindertenrechtskonvention seinen Niederschlag fand.
Bei uns in Kempten waren Wolfgang und Cilli Bergleiter vor 56 Jahren gemeinsam mit Pfarrer Helmut Alt der Motor für den Aufbau der Lebenshilfe Kempten. Eine Veranstaltung mit Tom Mutters, dem Gründer der Bundesvereinigung der Lebenshilfe, und 200 Gästen machte Mut zur Vereinsgründung „Lebenshilfe für das geistig behinderte Kind e.V.“ am 15. Juni 1965 in Kempten.
Damals: Eine pädagogische Ausbildung speziell für Menschen mit einer geistigen Beeinträchtigung – Fehlanzeige. Inklusion war ebenfalls ein Fremdwort. Lebensnahe Hilfen und Ideen für Kinder mit einem Handicap mussten erst einmal entwickelt werden.

In den Anfangsjahren ging es insbesondere um Kinder mit Behinderung – so entstand 1966 der erste Sonderschulkindergarten in einer ehemaligen Schulbaracke. 18 Kinder im Alter von 3 bis 18 Jahren lernten hier unter der Anleitung von „Tante Irmgard“ (Kindergärtnerin Schmiedele) und zwei Helferinnen das Leben in der Gemeinschaft.

Das Bildungskonzept der Lebenshilfe baute allerdings bald auf drei Säulen auf: Kindergarten – Schule – Werkstatt. Die erste Schulklasse gab es 1968/69, die erste Werkstattgruppe 1969. Aus letzterer wurde 1975 die Allgäuer Werkstätten GmbH.

Mit Schuljahresbeginn 1972/1973 wurde die „Private Sonderschule für geistig Behinderte Kempten (Allgäu)" genehmigt, der Verein konnte nun eine eigene Schule betreiben. Die Schule ist Vorläufer der im Jahr 1976 in „Tom-Mutters-Schule“ umbenannten Einrichtung, die heute noch in Thingers betrieben wird. Aktuell werden an der Tom-Mutters-Schule, der Schulvorbereitenden Einrichtung sowie in drei Außenklassen knapp 200 Schülerinnen und Schüler durch Sonderschullehrer unterrichtet und von Kinderpflegern, Heilpädagogen und Therapeuten betreut. Zwei Drittel dieser Schüler erhalten in der angegliederten Heilpädagogischen Tagesstätte (errichtet 2006) eine Nachmittagsbetreuung.

Weiter kamen die Kinderhilfe Allgäu (1978) und der Familienentlastende Dienst (FED/1985) hinzu. Mit 23 Jugendlichen startete 1995 die Offene Behindertenarbeit (OBA). Sie ermöglicht bis heute eine Teilnahme an verschiedenen Freizeit-, Kultur-, Bildungs- und Sportangeboten - und bringt Menschen mit und ohne Behinderung zusammen. Mit dem Start der Offenen Behindertenarbeit wurden OBA und FED in einem eigenen Bereich organisiert: Den Offenen Hilfen.

Eine Konsequenz in der Weiterentwicklung des Vereins war auch das Angebot von unterschiedlichen Wohnmöglichkeiten – in der Gemeinschaft (ab den 70er Jahren), mit dem ersten Wohnheim (1983) oder ambulant in der eigenen Wohnung (1995). Hinzu kamen außerdem Seniorentagesplätze, denn auch Menschen mit Behinderung werden immer älter. So entstand in Kempten die erste Senioren-Tagesstätte Bayerns für Menschen mit Handicap (1996). Heute haben wir zwei Tagesstätten für berentete und teilzeitbeschäftigte Menschen mit geistiger bzw. mehrfacher Behinderung im Angebot.

Das erste eigene Wohnheim der Lebenshilfe Kempten entstand 1983 an der Mariaberger Straße. Aktuell entsteht für deren Bewohner ein Wohnheim-Neubau mit 24 Wohnplätzen aufgeteilt in zwei Wohngruppen in Waltenhofen. Gebaut wird es durch die Raiffeisenbank Kempten-Oberallgäu eG. Im Frühjahr nächsten Jahres können die Bewohner in ihr neues Zuhause ziehen. Das Gebäude in der Mariaberger Straße wird im Anschluss von Grund auf saniert und für ein neues inklusives Wohn- und Lebenskonzept hergerichtet.
Insgesamt leben heute ca. 140 erwachsene Menschen mit Behinderung in 17 Wohngruppen an 8 unterschiedlichen Standorten in Kempten gemeinschaftlich zusammen.

Ein weiterer Teil des Bereichs Wohnen ist das Ambulant Betreute Wohnen (ABW). Hier wird eine professionelle ambulante Unterstützung zum selbständigen Wohnen in der eigenen Wohnung für erwachsene Menschen mit einer geistigen oder seelischen Behinderung angeboten.

Parallel zur Herausforderung neuen Wohnraum für erwachsene Menschen mit Behinderung zu schaffen, war es das Ziel, so früh wie möglich mit den (werdenden) Eltern in Kontakt zu treten, um frühest möglich Hilfe anzubieten. So entstand 1978 die Kinderhilfe Allgäu, die bis heute Kindern mit Entwicklungsverzögerungen bzw. mit Behinderungen und deren Familien von Geburt bis zum Schuleintritt unterstützt.

Für die Kinderhilfe Allgäu bringt 2020 eine große Neuerung: Eine neue Außenstelle in Immenstadt wird eröffnet – um auch hier wohnortnahe Hilfen anbieten zu können. Die Eröffnung ist für Oktober geplant. Insgesamt gibt es dann drei Anlaufstellen, in Immenstadt, Sonthofen und Kempten.

Weitere Meilensteine in der 55-jährigen Geschichte der Lebenshilfe: die Gründung der Stiftung Lebenshilfe Kempten (1995). Sie feiert heuer auch bereits ihr 25-jähriges Jubiläum. 2004 wurde das Autismus Zentrum Allgäu (AZA) mit einigen Kooperationspartnern gegründet, seit 2007 unter dem Namen Autismus Zentrum Schwaben (AZS) bekannt.

Wie ein roter Faden durch die Geschichte der Lebenshilfe Kempten zieht sich vor allem eines: Aus allen Krisen und Herausforderungen sind wir stets stärker hervorgegangen. Dabei ist der besondere Hintergrund der Elterninitiative zu sehen. Im Vorstand tragen sie bis heute viel Verantwortung mit und für wegweisende Entscheidungen und in den einzelnen Einrichtungen sind sie als engagierte Unterstützer und Helfer unentbehrlich. Gemeinsam mit ihnen, mit allen Mitarbeitern, Mitgliedern und Unterstützern – beispielsweise zeigten diese eine große Welle der Solidarität und Hilfsbereitschaft in den ersten Wochen der Corona-Zeit, als nach einem Aufruf der Lebenshilfe hunderte freiwillige Helfer Behelfsmasken nähten - setzt sich der Verein auch in Zukunft jeden Tag für das Wohl der uns anvertrauten Menschen mit Behinderung hier in der Region ein.

am 04.06.2020

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„Applaus“ bekommen derzeit Pflegekräfte in ganz Deutschland. Bei uns, der Lebenshilfe Kempten hat es dafür keinen Virus gebraucht – vielen Dank an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ihr seid jeden Tag unsere Helden und das seit 55 Jahren. Und gemeinsam als Team werden wir uns auch in Zukunft hier im Allgäu für Menschen mit Behinderung einsetzen. Helfen Sie uns dabei und werden Sie ein Teil von uns.

Unter "Mehr erfahren" finden Sie unsere aktuell offenen Stellen der Lebenshilfe Kempten oder bewerben Sie sich initiativ.

Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung e.V., Kempten / Allgäu
Personalabteilung
Cornelia Paflitschek
St.-Mang-Platz 5
87435 Kempten (Allgäu)
Tel. 0831 / 52 354-0
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