Spaß beim heilpädagogischen Reiten
Frühförderkind im Bällebad
Ausflug mit dem Mini-Midi-Club
Ambulant Betreutes Wohnen
am 06.05.2022

Städtische Realschule unterstützt Lebenshilfe

Die Städtische Realschule Kempten unterstützt die Lebenshilfe Kempten mit einer Spende in Höhe von 1.200 Euro für die Ukrainehilfe.

„Mit dieser großzügigen Unterstützung leistet die Städtische Realschule einen großen Beitrag für die Ukraine und den Menschen den in diesen schrecklichen Tagen geholfen werden kann“, erklärt Christine Lüddemann, Geschäftsführerin der Lebenshilfe Kempten.

Wenige Tage nach Kriegsbeginn beschloss die Lebenshilfe Kempten, die sich für Menschen mit einer geistigen Behinderung im Allgäu einsetzt, ihr leerstehendes Wohngebäude in der Mariaberger Straße der Stadt Kempten zur Unterbringung von geflüchteten Menschen zur Verfügung zustellen. Darüberhinaus machte sich ein Hilfskonvoi mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln, Sachspenden und vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern an die polnisch-ukrainische Grenze, der auf dem Rückweg etwa 90 geflüchtete Menschen aus Auffanglagern mit nach Deutschland und in Sicherheit genommen hat.

„Ich selbst habe bei der Ukraine-Hilfsaktion der Lebenshilfe Kempten mitgeholfen und Sachspenden in Boxen verpackt“ berichtet Nils Hoffmann, Schülersprecher der Städtischen Realschule Kempten. „Uns als Schülermitverantwortung (SMV) war schnell klar, auch wir möchten einen Beitrag leisten und haben daher einen Aufruf bei den Eltern und den Lehrerinnen und Lehrern gestartet“ ergänzt Tobias Danner aus der SMV. Durch den Spendenaufruf sind weit mehr als tausend Euro zusammengekommen, wovon 1.200 Euro für die Ukrainehilfe der Lebenshilfe Kempten gespendet wurden.

„Eine richtig coole Aktion habt ihr auf die Beine gestellt! Es ist nicht selbstverständich, dass so junge Menschen sich schon sozial engagieren. Hut ab vor eurer Leistung “, bedankte sich Christine Lüddemann bei den drei Schülern der SMV. Auch ein großes Dankeschön gilt Schulleiter Dieter Gross, der die Aktion seiner Schülerinnen und Schüler unterstützte.

am 26.04.2022

Mitmachaktion zum 60. Geburtstag des Landesverbandes

2022 feiert der Lebenshilfe Landesverband Bayern 60. Geburtstag. Unter dem Motto „Begegnungen – Spuren – Teilhabe“ soll am 5. Mai bayernweit ein Aktionstag stattfinden. Auch die Lebenshilfe Kempten ist - sogar über den 5. Mai hinaus - dabei.

Wir wollen zeigen, dass wir eine bunte und abwechslungsreiche Gesellschaft sind. Jeder Mensch hinterlässt einen individuellen Fußabdruck auf der Welt, keiner sieht gleich aus. Darum haben wir an alle unsere Bereiche eine leere Vorlage eines Fußabdrucks geschickt. Jede und jeder, die oder der möchte, egal ob groß oder klein, Mitarbeiter oder Betreute, Angehörige oder Freunde, können die Vorlage so gestalten, wie sie möchten. Man kann sie ausmalen, bekleben, beschreiben etc.

Wenn auch Sie mitmachen möchten, finden Sie unten eine Fußabdruck-Vorlage. Wir haben uns entschlossen, unsere Aktion über den 5. Mai - den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen - hinausgehen zu lassen. Bis zum 27. Mai können Sie uns gerne Ihren persönlich gestalteten Fußabdruck schicken. Im Anschluss legen wir alle Fußabdrücke, die wir bekommen haben, an mehreren Orten, zum Beispiel in unseren Einrichtungen oder bei Veranstaltungen aus. Damit wollen wir noch einmal symbolisch auf den individuellen Fußabdruck von jeder und jedem von uns aufmerksam machen. Danach schicken wir die Fußabdrücke für das große Jubiläumswochenende im November an den Landesverband.

Die LH Bayern wurde 1962 gegründet. Heute hat der Verband seinen Sitz in Erlangen. Er ist Dachorganisation für 160 Orts- und Kreisvereinigungen, Gesellschaften, Stiftungen und sonstigen Organisationen der Lebenshilfe in Bayern. Unter dem Motto „Miteinander – Wir gestalten Teilhabe“ begleiten und unterstützen der Landesverband und seine Mitglieder seit sechs Jahrzehnten über 50.000 kleine und große Menschen mit ihren besonderen Bedürfnissen und Behinderungen und deren Familien. Dabei gibt es in insgesamt rund 900 Einrichtungen, Diensten und Beratungsstellen in ganz Bayern unterschiedlichste Hilfsangebote – von Frühförderstellen, Schulen, Kindertagesstätten über Wohn-, Kultur oder Freizeitangebote bis hin zu Werkstätten.

Der Landesverband hat für sein Geburtstagsjahr auch eine eigene Jubiläumswebsite eingerichtet.

Wenn Sie mitmachen möchten, schicken Sie uns bitte Ihren fertigen Fußabdruck bis zum 27. Mai 2022 an: Lebenshilfe Kempten, Öffentlichkeitsarbeit, Sankt-Mang-Platz 5, 87435 Kempten.

Vorlage Fussabdruck zum 60jährigen Jubiläum des Landesverbandes
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Vorlage Fussabdruck zum 60jährigen Jubiläum des Landesverbandes

Eine Vorlage zum selbstgestalten Fußabdruckes zum 60jährigen Jubiläum des Landesverbandes.

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am 25.04.2022

Lebenshilfe Kempten setzt auf digitale Teilhabe

Gemeinsam mit der Firma PIKSL organisierte die Lebenshilfe Kempten Workshops zum Thema digitale Medien und ihre Nutzung für die Bewohnerinnen und Bewohner ihrer Wohngruppen.

„Was muss man beachten, wenn man in einen digitalen Raum steigt?“, fragt Nicola Löhr in die Runde. „Klamotten“, ruft ein Teilnehmer. „Dass man ordentlich aussieht“, meint ein anderer. Die Medienpädagogin nickt – auch im digitalen Raum gelten bestimmte Verhaltensregeln. Doch wie betritt man einen digitalen Raum eigentlich? Wie stellt man Lautsprecher oder Sprechansichten ein? All das und viel mehr lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Verlauf eines zweitägigen Workshops mit der Firma PIKSL.

Geleitet wurde der Workshop von Nicola Löhr und ihrem Kollegen Daniel Gladis. Nicola Löhr ist eine von drei hauptamtlichen PIKSL-Schulungsmitarbeiterinnen. Daniel Gladis ist ein ehrenamtlicher Mitarbeiter. Die beiden sind ein eingespieltes Team. „Unser Ziel ist es, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Apps, Geräte und Programme zu erklären und sie auf mögliche Gefahren hinzuweisen“, erklärt Daniel Gladis.

PIKSL ist eine Marke der „In der Gemeinde leben gGmbH“ (IGL) aus Düsseldorf. Ziel von PIKSL ist es, digitale Medien für alle zugänglich und nutzbar zu machen. Um das zu erreichen, gibt es unterschiedliche Angebote. Es gibt sogenannte PIKSL-Labore. Das sind festeingerichtete Orte, an denen man beispielsweise kostenlos im Internet surfen kann oder Hilfe bei allen technischen oder digitalen Fragen bekommt. Oder man kann ein PIKSL-Team buchen. Das besteht aus einer Medienpädagogin und einer Expertin/einem Experten mit Handicap. Sie kommen in die Einrichtungen und bieten Workshops mit unterschiedlichen Schwerpunkten – ganz nach Wunsch und Können der Teilnehmerinnen und Teilnehmer – für Menschen mit Behinderung und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an.

Lebenshilfe Kempten fördert digitale Teilhabe

Der Lebenshilfe Kempten ist digitale Teilhabe der von ihr betreuten Menschen mit Behinderung sehr wichtig. „Viele der Bewohnerinnen und Bewohner sind fit, nutzen eigene Smartphones oder Computer im Alltag und brauchen keine Unterstützung. Andere haben technische Geräte, sind aber noch etwas unsicher, beispielsweise bei der Internetnutzung. Und einige haben bisher keinen Zugang zur digitalen Welt gefunden. Unser Ziel ist es, alle, die möchten, je nach Bedarf zu unterstützen und jeder und jedem digitale Teilhabe zu ermöglichen“, erklärt Petra Buchenau, Heimleitung im Bereich Wohnen der Lebenshilfe Kempten.

Aus diesem Grund machte sich die Lebenshilfe Ende 2021 auf die Suche nach einem Partner, der Schulungen zum Thema digitale Medien für Menschen mit Behinderung anbietet. „Das Angebot von PIKSL hat uns insbesondere aus zwei Gründen überzeugt. Zum einen finden wir es super, dass die Teams aus einer Medienpädagogin und einer Expertin oder einem Experten mit Handicap bestehen. Und zum anderen gefällt uns die Idee, dass die Workshops je nach Bedarf und Können der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausgerichtet und auch eigene Wünsche und Ideen eingebracht werden können“, erklärt Petra Buchenau.

Insgesamt fanden fünf zweitägige PIKSL-Workshops für die Bewohnerinnen und Bewohner der Lebenshilfe statt. Im Vorfeld wurde in jeder Wohngruppe abgefragt, wer mitmachen möchte und welche Themen von Interesse sein könnten. Rund fünf Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind es am Ende pro Workshop geworden. Damit für alle die gleichen Voraussetzungen galten, bekamen alle für die Dauer des Workshops ein iPad von PIKSL gestellt. Für jede und jeden gab es außerdem ein Handbuch mit allen Infos rund um die Themen des Workshops und mit Arbeitsblättern in Leichter Sprache. Pro WG waren auch ein bis zwei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei. Sie sollen im Nachgang die Bewohnerinnen und Bewohner der Gruppe bei Fragen unterstützen können, auch diejenigen, die nicht beim Workshop dabei waren. Gefördert wird das Projekt bei der Lebenshilfe Kempten von Aktion Mensch im Rahmen des Förderangebots „Internet für alle“.

Digitales Lernen und Spaß gehen Hand in Hand

Während der Workshops herrschte eine konzentrierte Stimmung. An ihrem ersten Tag testeten die Bewohner (es waren tatsächlich nur Herren) zweier Wohngruppen aus Kempten beispielsweise am Mittag mit Hilfe einer App die Sicherheit ihrer Online-Passwörter – da gab es die ein oder andere Überraschung. Manch für sicher erachtetes Passwort, rechnete die App vor, kann innerhalb weniger Sekunden geknackt werden. Im Anschluss diskutierten die Teilnehmer mit der Workshop-Leitung, was ein gutes Passwort ausmacht und wie man eines kreieren kann.

Alle Teilnehmer dieses Workshops hatten bereits Erfahrung im Umgang mit digitalen Medien. Der Inhalt der zwei Tage war darum mehr darauf ausgerichtet, die eigene Mediennutzung zu reflektieren, nützliche Apps und Websites kennenzulernen sowie Fragen rund um das Thema Datenschutz zu beantworten. Der Spaß kam dennoch nicht zu kurz. Es wurden auch witzige Spiele-Apps vorgestellt und das Gelernte in einem kniffligen Quiz über die Lernplattform Kahoot abgefragt.

Das Fazit der Teilnehmer fiel positiv aus: „Mir gefällt der Workshop gut. Man kann einiges zum Thema Internet und Computer lernen. Am besten gefällt mir online Spiele spielen, Musik hören und Bilder anschauen“, erzählt Michael E.

am 23.03.2022

Gemeinnützige Familie Rauch-Stiftung spendet Pflegebett

Die gemeinnützige Familie Rauch-Stiftung des Allgäuer Unternehmens MAHA, unterstützt die Lebenshilfe Kempten mit einem neuen Pflegebett im Wert von 2.450 Euro.

„Mit dieser großzügigen Unterstützung trägt die gemeinnützige Familie Rauch-Stiftung dazu bei, dass sich unsere Bewohnerin Cornelia B. in ihrem Zuhause wieder richtig wohlfühlt“, erklärt Benjamin Fackler, stellvertretender Geschäftsführer der Lebenshilfe Kempten.

Dank der gemeinnützigen Familie Rauch-Stiftung konnte für Cornelia B., Tochter von Gründungsmitgliedern der Lebenshilfe Kempten, ein neues Pflegebett finanziert werden. Die 64-jährige wohnt bereit seit 38 Jahren in einer Wohngemeinschaft der Lebenshilfe Kempten und wird dort liebevoll von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lebenshilfe betreut. Cornelia B. hat eine starke geistige Beeinträchtigung und benötigt daher ein spezielles Pflegebett. „Wir sind sehr froh über das neue Pflegebett für Cornelia! Das Alte mussten wir entsorgen, nachdem wir es über Jahre mehrfach repariert haben und es am Ende nicht mehr nutzbar war“, erklärt Wohnbereichsleiter Jürgen Schulz. „Einerseits trägt das neue Pflegebett dazu bei, dass sich Cornelia bei uns rundum wohlfühlt und andererseits erleichtert es den Arbeitsalltag für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter enorm. Das Bett ist extra stabil und kann individuell in der Höhe verstellt werden. Gerade für pflegerische Tätigkeiten ist das eine enorme Hilfe und es entlastet den Rücken der Mitarbeiter deutlich“ ergänzt Jürgen Schulz.

Die Lebenshilfe Kempten ist sehr dankbar über die großzügige Unterstützung durch die gemeinnützige Familie Rauch-Stiftung, da die Kosten des Pflegebettes nicht vom Kostenträger übernommen werden. „Die private gemeinnützige Familie Rauch-Stiftung setzt sich satzungsmäßig für Menschen ein, die unverschuldet in eine Notlage geraten sind, daher ist es für uns eine Selbstverständlichkeit Cornelia B. und die Lebenshilfe Kempten mit dem dringend benötigten Pflegebett zu unterstützen“ betonte Landrat a.D. und Stiftungsratsvorsitzender der gemeinnützigen Familie Rauch-Stiftung Anton Klotz bei der offiziellen Spendenübergabe.

am 11.03.2022

Friedenssingen für die Ukraine

Die Lebenshilfe Kempten hat gemeinsam mit der Band VETO zum Friedenssingen für die Ukraine auf dem Sankt-Mang-Platz eingeladen.

Bei strahlendem Sonnenschein haben wir zusammen mit rund 150 Unterstützerinnen und Unterstützern einige bekannte Friedenslieder wie „Imagine“ oder „Sag mir, wo die Blumen sind“ gesungen. Gemeinsam haben wir uns Mut gespendet und sind eingestanden für eine freie Ukraine und gegen jede Form von Krieg. Vielen Dank an die tolle Band VETO - Vethnophonie für die musikalische Unterstützung und Begleitung, an die Sankt-Mang-Kirche, dass wir auf den Sankt-Mang-Platz durften und für den Strom und vielen Dank an alle, die beim Friedenssingen dabei waren. 💙💙

am 04.03.2022

Im vollgepackten Konvoi an die ukrainische Grenze

11 Kleinbusse mit jeweils zwei ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern haben sich heute aus Kempten - vollgepackt mit gespendeten Lebensmitteln, Hygienesachen, Schlafsachen und Medikamenten - auf den Weg nach Polen an die ukrainische Grenze gemacht.

Dort werden die Sachen an die notleidenden Menschen im Kriegsgebiet verteilt. Auf der Rückfahrt werden die Busse geflüchtete Menschen aus der Ukraine aus einem polnischen Auffanglager mit nach Kempten bringen.

Getragen wird die Aktion von vielen Unterstützerinnen und Unterstützern. Einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lebenshilfe Kempten fahren freiwillig mit an die ukrainische Grenze, der Lebenshilfe Beförderungsdienst stellt mehrere Busse. Auch viele andere Ehrenamtliche sind seit Tagen im Einsatz, verräumen Sachspenden, be- und entladen Busse und packen an, wo es nötig ist.
Ihr seid klasse - vielen Dank💙

Ganz herzlich möchten wir uns auch bei allen Spenderinnen und Spendern bedanken, die diese Aktion mit Geldspenden oder Sachspenden unterstützen - wir sind beeindruckt von dieser Welle der Solidarität. DANKE!

Bitte beachten Sie: Wir haben nun aktuell bereits so viel Unterstützung in Form von Sachspenden von den Spenderinnen und Spendern bekommen, dass wir momentan KEINE weiteren Sachspenden benötigen. Sollte sich das ändern, werden wir an dieser Stelle auflisten, was noch benötigt wird.

Auch haben sich bereits sehr viele ehrenamtliche Helfer bei uns gemeldet. Wir sind begeistert von der großen Bereitschaft, sich einzubringen und uns zu unterstützen - vielen Dank! Aufgrund der großen Rückmeldung benötigen wir aktuell keine weiteren ehrenamtlichen Helfer und bitten Sie, sich nicht weiter telefonisch oder per Mail zu melden.

Wir erstellen nun eine Liste, wann und wo wir Helfer zukünftig benötigen. Selbstverständlich werden wir alle Freiwilligen kontaktieren, die sich bisher bei uns gemeldet haben! Sollten wir darüber hinaus weitere ehrenamtliche Unterstützung benötigen, werden wir das auf unserer Homepage bekannt geben.

am 10.02.2022

Wir freuen uns über eine 3.000-Euro-Spende von Laurehaus

Laurehaus, das Kemptener Bauunternehmen für massive Familienhäuser, unterstützt die Lebenshilfe Kempten mit einer großzügigen Spende. Das Geld wird die Lebenshilfe für die Neugestaltung des Gartens ihrer Heilpädagogischen Tagesstätte (HPT) nutzen.

In die Heilpädagogische Tagesstätte gehen Kinder und Jugendliche am Nachmittag nach dem Unterricht in der Tom-Mutters-Schule, das private Förderzentrum mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung der Lebenshilfe Kempten. Die Tagesstätte bietet für die Kinder und Jugendlichen eine ganzheitliche Erziehung, Förderung und Begleitung im Alltag. Ein Fokus liegt dabei auf der Freizeitgestaltung. Sehr wichtig ist hierbei der große Garten der Tagesstätte. Dort wird bei Wind und Wetter rumgetollt, gespielt, gerannt oder entspannt. Um den Garten noch mehr in eine Wohlfühloase für die Kinder und Jugendlichen zu verwandeln, soll er neugestaltet werden.

„Es ist klasse, dass wir die Lebenshilfe Kempten auch dieses Jahr wieder mit einer Spende unterstützen und dadurch ein so schönes Projekt wie die Neugestaltung des Gartens der Tagesstätte mitermöglichen können“, erzählt Markus Laure, Geschäftsführer von Laurehaus. Er übergab Anfang Februar gemeinsam mit Charline Steiger (Marketing bei Laurehaus) in der Heilpädagogischen Tagesstätte den Spendenscheck in Höhe von 3.000 Euro an Benjamin Fackler und Astrid Steinmetz, stellvertretende Leitung der Heilpädagogischen Tagesstätte. Aufgrund der aktuellen Corona-Lage und passend zum Spendenzweck fand der Termin im Garten der Tagesstätte und unter Einhaltung aller gültigen Hygiene- und Abstandsregeln statt.

Neben dem Scheck hatten Markus Laure und Charline Steiger außerdem Laurehaus-Kalender und Wollmützen dabei. Einige junge Künstlerinnen und Künstler der HPT hatten Ende 2021 Bilder mit Häusern gemalt. Aus diesen erstellte Laurehaus einen Kalender für Partner und Kunden. Nun gab es für jedes Kind und jeden Jugendlichen, die mitgemalt hatten, einen Kalender und als kleines Dankeschön eine Wollmütze im typischen Laurehaus-Grün.

Die Lebenshilfe Kempten dankt Markus Laure, Charline Steiger und dem ganzen Team von Laurehaus herzlich für die großzügige Unterstützung und für das schöne Kunstprojekt!

Auf den Bildern zu sehen: Markus Laure (Geschäftsführer Laurehaus, 2 v. l.) und Charline Steiger (Marketing bei Laurehaus, ganz rechts) überreichten einen Spendenscheck in Höhe von 3.000 Euro sowie Mützen und Kalender an Benjamin Fackler (stellvertretender Geschäftsführer der Lebenshilfe Kempten, ganz links) und einen Teil des Teams der Heilpädagogischen Tagesstätte der Lebenshilfe Kempten um Astrid Steinmetz (stellvertretende Leitung HPT, 4. v. l.), Christine Biemel (Gruppenleitung in der HPT, 2. v. r.), Angi Länge (Mitarbeiterin in der HPT, 5. v. l.) und einige Kinder. Die Lebenshilfe wird die großzügige Spende für die Umgestaltung des Gartens der Tagesstätte nutzen. Der Termin fand unter Wahrung aller gültigen Hygieneregeln statt.

am 22.12.2021

Charitybaum bei Galeria Kempten sorgt für große Freude

Nach den Sternen greifen und Gutes tun – unter diesem Motto unterstützten Kundinnen und Kunden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Galeria Kempten die Lebenshilfe Kempten.

Rund einen Monat lang stand neben der Kasse der Galeria-Filiale ein Tannenbaum, verziert mit goldenen Sternen. Auf jeden Stern war eine Zahl geklebt. Die Kundinnen und Kunden konnten sich beliebig viele Sterne vom Baum nehmen und für die Zahl, die draufstand, einen Gutschein an der Kasse kaufen. Ziel war es, für jede Bewohnerin und jeden Bewohner der Wohngruppen der Lebenshilfe Kempten einen 10-Euro-Gutschein zu ermöglichen. Durch die große Unterstützungsbereitschaft war die Charityaktion ein voller Erfolg.

„Wir freuen uns sehr, dass wir dank des großartigen Engagements unserer Kundinnen und Kunden sowie unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ebenfalls einige Gutscheine gekauft haben, dieses Jahr die Bewohnerinnen und Bewohner der Lebenshilfe Kempten unterstützen können“, erklärt Doris Lindhorst, Filialgeschäftsleitung bei Galeria in Kempten. „Viele Bewohnerinnen und Bewohner kennen wir bereits, sie kommen immer wieder zum Einkaufen zu uns. Umso schöner ist es, ihnen persönlich eine Freude machen zu können.“

„Ich freue mich sehr über meinen Gutschein. Ich weiß zwar noch nicht, was ich mir davon kaufe, aber da fällt mir bestimmt noch was ein“, erklärt Peter R., der in einer Wohngruppe der Lebenshilfe in Kempten lebt.

Die Lebenshilfe Kempten bedankt sich bei allen Kundinnen und Kunden, die bei der Spendenaktion mitgemacht haben. Ein ganz großes Dankeschön geht außerdem an Galeria Kempten für das Ermöglichen der Aktion und an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Unterstützung!

Das Bild zeigt v. l. n. r.: Thomas Landerer (Abteilungsleiter bei Galeria Kempten), Rosi H. (Bewohnerin einer WG der Lebenshilfe Kempten), Waltraud Bickel (Stellv. Vorsitzende der Lebenshilfe Kempten), Marianne E. (Bewohnerin einer WG der Lebenshilfe Kempten), Doris Lindhorst (Filialgeschäftsleitung bei Galeria Kempten) und Peter R. (Bewohner einer WG der Lebenshilfe Kempten).

am 20.10.2021

Werden Sie Teil des Teams

und bewerben Sie sich bei der Lebenshilfe Kempten mit Ihrer aussagekräftigen Bewerbung.

Gemeinsam als Team setzen wir uns jetzt und auch in Zukunft hier im Allgäu für Menschen mit Behinderung ein. Helfen Sie uns dabei und werden Sie ein Teil von uns.

Unter "Mehr erfahren" finden Sie unsere aktuell offenen Stellen der Lebenshilfe Kempten oder bewerben Sie sich initiativ.

Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung e.V., Kempten / Allgäu
Bewerber-Management
Anna-Lena von der Eltz
St.-Mang-Platz 5
87435 Kempten (Allgäu)
Tel. 0831 / 52 354-0
bewerbung@lebenshilfe-kempten.de

Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung.

Mehr erfahren
am 18.10.2021

DANKE für die große finanzielle Unterstützung

Wir sind sehr dankbar für die großartige Spendenbereitschaft, die wir aus der Bevölkerung und vor allem von Firmen sowie von Stiftungen, für das neue Wohngebäude in Waltenhofen erfahren durften.

Damit sich die Bewohnerinnen und Bewohner in ihrem neuen Zuhause in Waltenhofen wohlfühlen und eine optimale Betreuung möglich ist, wurden für die beiden neuen Wohngruppen jeweils eine Küche, ein Wohnzimmer und ein Pflegebad benötigt sowie die persönlichen Zimmer der Bewohnerinnen und Bewohner, die zum Teil schon über 20 Jahre alt waren, wo immer möglich, neu ausgestattet.

Das sind finanzielle Aufwendungen, die die Lebenshilfe Kempten allein stemmen muss und die nicht vom Kostenträger übernommen werden. Daher sind wir sehr dankbar für die großartige Spendenbereitschaft, die wir aus der Bevölkerung und vor allem von lokalen Firmen sowie von bundesweiten Stiftungen, für das neue Wohngebäude in Waltenhofen erfahren durften. Durch die geldliche Unterstützung war es uns möglich, das Wohnheim im Innenbereich komplett auszustatten und einige Bewohner-Zimmer neu zu möblieren.

Ein großer Dank gilt dafür insbesondere der Ernst-Prost-Stiftung für die großzügige Spende in Höhe von 30.000 Euro, der Erika Schwalbe-Riel Stiftung für 15.000 Euro, der Sparkasse Allgäu für 10.000 Euro, der Edith-Haberland-Wagner Stiftung für 7.000 Euro, der Boni Tschönhens Stiftung, der Fritz und Brunhilde Englisch Stiftung und der Raiffeisenbank Kempten-Oberallgäu eG für jeweils 5.000 Euro, der Akuthilfe Allgäu e.V. für eine Spende in Höhe von 4.000 Euro, der Firma Liebherr-Verzahntechnik GmbH für ihre Spende in Höhe von 3.500 Euro, gesammelt von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und aufgestockt von der Geschäftsführung, der Kaiser-Sigwart Stiftung für eine Spende in Höhe von 3.000 Euro, dem Kemptener Bauunternehmen Laurehaus sowie der Sozialbau Kempten Wohnungs- und Städtebau GmbH für jeweils eine Spende in Höhe von 2.500 Euro, der Allgäuer Mineralöl-Handels-Gesellschaft A. Schuhmann GmbH & Co. KG für 2.000 Euro, der Stiftung Lebenshilfe Bayern, der Allgäuer Volksbank mit einer Spende aus dem Gewinnsparen sowie der Firma Energiehandel KESLAR GmbH mit einer Spende in Höhe von jeweils 1.500 Euro, der Peter Dorner Stiftung für 1.000 Euro sowie den vielen weiteren Spendern, die für das Wohn- und Lebensprojekt in Waltenhofen gespendet haben. Mit den Spenden wurde ein riesengroßer Beitrag geleistet, damit sich die Bewohnerinnen und Bewohner in ihrem neuen Zuhause in Waltenhofen wohlfühlen.

Vielen herzlichen Dank für die wunderbare Unterstützung!

am 01.10.2021

Klausurgespräch mit dem Bezirkstagspräsidenten

Träger der Behindertenhilfe in Kempten waren im Sommer 2021 im erneuten Dialog mit dem Bezirkstagspräsidenten des Bezirks Schwaben und den Allgäuer Bezirksräten.

„Lassen Sie uns im kommenden Frühjahr zu einem weiteren Gespräch zusammenkommen und schauen, was mit unseren Ideen passiert ist“, formulierte es Bezirkstagspräsident Martin Sailer locker am Ende des Klausurtreffens mit Vertretern der Lebenshilfe Kempten e.V., der Diakonie Kempten Allgäu, der Körperbehinderte Allgäu gGmbH, der Allgäuer Werkstätten GmbH und der Lebenshilfe Südlicher Landkreis Oberallgäu e.V. Gemeinsam wurde konstruktiv und kompakt in kurzer Zeit über die Themen Personalmangel, Pflege und Wohnen gesprochen. Zudem wurden Lösungsansätze durch die Vertreter der Behindertenhilfen vorgestellt, die im Anschluss in Form eines Arbeitspapiers mit den zuständigen Stellen bei der Regierung besprochen werden sollen. Auch will man künftig Allgäuer Landtags- und Bundestagsabgeordnete mit einbinden, um eine möglichst große Lobby für die Behindertenarbeit auf allen politischen Ebenen zu schaffen.

Es war bereits das zweite Treffen der fünf Einrichtungen mit Bezirkstagspräsident Martin Sailer und den Allgäuer Bezirksräten, um ein besseres Verständnis für die Alltagsrealität zu schaffen, wie Moderator Dr. Michael Knauth, Geschäftsführer der Körperbehinderte Allgäu, zu Beginn des Treffens betonte. Dabei boten die Vertreterinnen und Vertreter der Einrichtungen stets Lösungsansätze an. Die Tagung machte anhand einiger Corona-Beispiele auch das gute Verhältnis zwischen Bezirk und den fünf Trägern vor Ort deutlich. „Der Bezirk hat schnell und unkompliziert auf unsere Anfragen gehandelt“, waren sich die Trägervertreter einig. Und Geschäftsführerin Christine Lüddemann von der Lebenshilfe Kempten meinte: „Wir betreuen weiter, unsere Betreuten und Mitarbeiter sind noch da. Es gibt uns noch!“ Dem Danke der Träger zeigte Bezirkstagspräsident Martin Sailer seine Wertschätzung den Trägern gegenüber, wie sie diese Krise vor Ort bewältigt haben. Da sei es selbstverständlich gewesen, von Seiten der Bezirksverwaltung schnelle, pragmatische Lösungen zu finden.

Eine Warteliste für die Teilhabe an der Tagesstätte oder bei weiterer Zuspitzung der Personallage drohen Schließungen von Wohngruppen – das sind Auswirkungen des Fachkräftemangels. Dr. Knauth: „Es kann doch nicht sein, dass ich einem 40jährigen Bewohner sagen muss, er muss zurück zu seiner 80jährigen Mutter, weil kein Personal mehr da ist.“ Er sprach von einer sozialpolitischen Spaltung, bei der einige „voll umfänglich versorgt“ und andere „gar nicht versorgt“ seien. Die Frage: Ist nicht die Absenkung von dem hohen Standard zumindest temporär möglich? Auch Roland Hüber, Vorstand der Diakonie Kempten Allgäu, äußerte die Sorge um adäquaten Nachwuchs im Bereich der Fachkräfte. Martin Sailer fand den Begriff der Spaltung sehr interessant, meinte, man solle diesen auch auf anderen politischen Ebenen deutlich machen! Sailer meinte allerdings, dass man bei der Absenkung der Fachkraftquote so schnell keine Lösung finden werde.

Christine Lüddemann schlug vor, Hilfskräfte mit langjähriger Berufserfahrung über das Berufsbildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (BBW) in Augsburg und einer Begleitung vor Ort „nachzuqualifizieren“. Das habe man mit drei Kinderpflegerinnen in der Lebenshilfe Kempten gemacht, die aktuell mit Genehmigung der Regierung je eine Gruppe führen würden. Das pädagogische Modell könne Schule machen.

„Man braucht einen Rahmen mit Freiheiten – sonst stranguliert man das System“ – dieses Zitat von Wolfgang Schäuble wurde zum Punkt Wohnen aufgegriffen. „Es kommt doch nicht auf die letzten Zentimeter der Raumgröße an, wenn sich die Bewohner in ihrem Wohnheim wohlfühlen. Es gehe bei der Qualität nicht in erste Linie um das Gebäude, sondern um die Dienstleistung.“ Hier warf der Bezirkstagspräsident ein, dass es im Bezirk Schwaben einen Sanierungsstau von rund 360 Millionen Euro bei den Gebäuden gebe. „Es darf auch nicht alles kaputt geregelt werden. Das Augenmaß fehlt hier auf ganzer Linie“, meinte er. Er warb dafür, weitere Verbündete – wie beispielsweise dafür, Bundestagsabgeordnete aus der Region mit ins Boot zu holen.

Ein dritter Punkt war die Gleichsetzung von Alten- und Behindertenpflege. Hier brauche es dringend andere Grundlagen. Man könne einen jungen geistig fitten, aber körperlich eingeschränkten jungen Mann nicht mit einem Altenheimbewohner gleichsetzen. Deshalb brauche es für die Behindertenhilfe einen differenzierten Prüfleitfaden. „Das Prüfsystem passt - so wie es aktuell ist - nicht!“ bemängelte Dr. Michael Knauth.

Zu allen drei Lösungsansätzen wird jetzt von den Trägern ein Konzept vorbereitet. Mit der Unterstützung des Bezirks werden dann Gespräche mit den zuständigen Stellen bei der Regierung von Schwaben gesucht. Bezirkstagspräsident Sailer fasst das Gespräch als sehr konstruktiv und ergebnisorientiert zusammen und freut sich auf ein weiteres Treffen im Frühjahr 2022 (mori).

am 31.08.2021

Klaus Meyer - Zeitzeuge im Ehrenamt

Die Stadt Kempten hat einen Film über das jahrzehntelange ehrenamtliche Engagement von Klaus Meyer und über seinen beeindruckenden Einsatz für Menschen mit Behinderung gedreht.

„Das gesellschaftliche Leben in der Stadt Kempten wäre ohne das große Engagement ehrenamtlich tätiger Menschen nicht denkbar“ schreibt die Stadt Kempten in der Rubrik „Blick aufs Ehrenamt“ auf ihrer Webseite.

Kemptener Persönlichkeiten und Projekte werden hier per Video vorgestellt. Jüngst wurde dazu auch Ehrenvorsitzender der Lebenshilfe Kempten Klaus Meyer von der freien Journalistin Monika Rohlmann interviewt. Mit Unterstützung von Jörg Spielberg (Kamera, Licht, Ton und Schnitt) ist ein sehr beeindruckender Film über das 'jahrzehntelange ehrenamtliche Engagement von Klaus Meyer und über seinen beeindruckenden Einsatz für Menschen mit Behinderung in Kempten entstanden.

Zusehen ist der Film auf der Webseite der Stadt Kempten unter „Blick aufs Ehrenamt (kempten.de)“ oder hier auf unserer Webseite.

Reinschauen lohnt sich!

am 14.07.2021

Verleihung Silberne Ehrennadel

Die Vorstandsmitglieder Waltraud Bickel, Marlies Wehn und Dr. Hermann Grimminger wurden mit der Silbernen Ehrennadel des Lebenshilfe Landesverbands Bayern e.V. ausgezeichnet.

Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung überbrachte Barbara Stamm, Vorsitzende der Lebenshilfe Landesverband Bayern e.V., per Video-Botschaft ihre Wertschätzung für Marlies Wehn, Waltraud Bickel und Dr. Hermann Grimminger.

„Mit Ihrer über 20jährigen beeindruckenden Vorstandsarbeit haben Sie die Weichen für die Lebenshilfe Kempten gestellt. Die Liste der Meilensteine ist groß, die Angebote vielfältig, die Sie für die Menschen mit Behinderung entwickelt haben.“, so Barbara Stamm in ihrer Laudatio.

Für ihre 25jährige Tätigkeit im Vorstand überreichte Bernhard Schmidt, Vorsitzender der Lebenshilfe Kempten, die Ehrennadel des Lebenshilfe-Landesverbandes in Silber an Marlies Wehn und Dr. Hermann Grimminger. Auch Waltraud Bickel, stellvertretende Vorsitzende der Lebenshilfe Kempten, bekam die silberne Ehrennadel. Sie feierte 2020 ihr 20jähriges Vorstandsjubiläum.

Auch die Lebenshilfe Kempten gratuliert den drei Jubilaren herzlichst zur Ehrung mit der silbernen Ehrennadel. Wir hoffen, sie kämpfen noch viele Jahre an der Seite der Lebenshilfe Kempten weiter und möchten Marlies Wehn, Waltraud Bickel und Dr. Hermann Grimminger unsere Hochachtung aussprechen und uns für ihr langjähriges Engagement, ihren Einsatz und für die überaus wertvolle und konstruktive Zusammenarbeit bedanken. Auf viele weitere gemeinsame Jahre im Auftrag der Menschen mit Behinderung.

Laudatio von Barbara Stamm

Präsidentin des Bayerischen Landtags a.D.
Vorsitzende der Lebenshilfe Landesverband Bayern

Ich freue mich, heute meine vollste Wertschätzung für das unermüdliche Engagement dreier Vorstandsmitglieder der Lebenshilfe Kempten zum Ausdruck bringen zu dürfen. Liebe Frau Wehn, liebe Frau Bickel und lieber Herr Dr. Grimminger, die Lebenshilfe braucht Menschen wie Sie!

Sie, Frau Wehn, Frau Bickel und Herr Dr. Grimminger, können auf über 20 Jahre beeindruckende Vorstandsarbeit zurückblicken. Eine Zeit, in der Sie die Weichen für eine bessere Zukunft für die Lebenshilfe Kempten gestellt haben. Dank Ihnen ist die Lebenshilfe Kempten das, was sie heute ist! Ein Verein mit einer Vielzahl an hoch professionellen Einrichtungen und ambulanten Diensten für Menschen mit geistiger und seelischer Behinderung.

Liebe Frau Wehn,
der Weg für Sie und die Lebenshilfe Kempten begann im Jahr 1995. Seitdem sind Sie nicht nur Mitglied! Sondern Sie sind seit 25 Jahren in der Funktion als Beisitzerin im Vorstand der Lebenshilfe Kempten tätig.
Die ganzen Jahre während Ihrer Tätigkeit waren Sie der „wahre“ Ruhepol. Egal was kommen mag, Sie behalten immer Ihre freundliche und gut gelaunte Art bei. Mit unermüdlicher Ruhe und Ausgeglichenheit schenken Sie dem Vorstand der Lebenshilfe Kempten viel Kraft. Das zeichnet Sie aus!

Auch sind Sie bei keiner Veranstaltung der Lebenshilfe Kempten wegzudenken. Ob hinterm Grill oder beim Aufbau oder beim Binden der Adventskränze zur Adventszeit, Sie packen tatkräftig an, egal wo es klemmt! Eine Veranstaltung der Lebenshilfe Kempten ohne Frau Wehn ist einfach nicht denkbar. Und auch da haben Sie mit Ihrer fröhlichen einzigartigen Art immer ein Lächeln für Ihre Mitmenschen übrig.

Dank Ihres Engagements im Förderverein Kempten konnte das Wohnheim Adelharzer Weg mitfinanziert werden. Dafür von mir meinen allerherzlichsten Dank.

Liebe Frau Bickel,
für Sie begann der Weg bei der Lebenshilfe Kempten im Jahr 1993 als Mitglied. Auch haben Sie Spuren hinterlassen, auf die Sie wirklich stolz sein können: Seit 2000 sind Sie im Vorstand der Lebenshilfe Kempten aktiv, von 2000 bis 2004 waren Sie in der Funktion als Beisitzerin tätig und seit 2004 sind Sie nun Stellvertretende Vorsitzende der Lebenshilfe Kempten.

Und eines ist uns allen klar: Sie sind der „Motor“ in der Vorstandsarbeit. Eine Ihrer Herzensangelegenheiten war der Bau des Wohnheims Adelharzer Weg – um hier mal nur ein Beispiel zu nennen. Auch ihr eigener Sohn hat in dem Wohnheim ein neues Zuhause gefunden.

Mit viel Kraft und erstaunlichem Mut setzen Sie sich für die Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige ein. Ob als Gründungsmitglied des Fördervereins Kempten oder als Mitglied im Ausschuss Wohnen des Landesverbandes Bayern. Dort bringen Sie all Ihre Kraft und Ihren Mut mit ein!

Sie vertreten die Lebenshilfe außerdem in der Stadt Kempten. Als Stellvertretende Vorsitzende des Behindertenrats machen Sie vor Ort auf Anliegen und Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung aufmerksam.

Auch Sie, liebe Frau Bickel, fehlen auf keiner Veranstaltung der Lebenshilfe Kempten. Dabei packen Sie an. Aber nicht nur Sie, auch Ihre ganze Familie hilft mit. Und auch auf vielen offiziellen Auftritten geben Sie der Lebenshilfe Kempten „ein Gesicht“. Ohne Ihren tatkräftigen Einsatz und Ihre Unerschrockenheit wären viele Angebote der Lebenshilfe Kempten nicht möglich gewesen. Dafür gebührt Ihnen mein tiefster Dank.

Lieber Herr Dr. Grimminger,
mit außerordentlichem Engagement setzen Sie sich schon seit über 25 Jahren für die Lebenshilfe Kempten ein. Es sind beachtliche Jahre, auf die Sie stolz sein können. Sie waren dabei stets der „Ideengeber“ im Vorstand. Seit 1995 Mitglied, seit 1996 im Vorstand, 1996 bis 2000 waren Sie Stellvertretender Vorsitzender und nun sind seit 2000 in der Funktion des Beisitzers tätig.

In all den Jahren lag Ihnen besonders das Thema Autismus am Herzen. Jahrelang haben Sie sich für Menschen mit Autismus stark gemacht. Und Sie haben das Thema in der Region energisch vorangetrieben. Mit „handfesten“ Ergebnissen: Im Jahr 2004 wurde das Autismus Zentrum Allgäu in Kempten gegründet. Und drei Jahre später, 2007, wurde das Angebot für Menschen mit Autismus durch das Zentrum Schwaben erweitert. Mit Ihrem unermüdlichen Einsatz sorgen Sie für eine hohe individuelle Lebenszufriedenheit und Lebensqualität bei autistischen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen und deren Angehörigen. Dies wäre ohne Ihr Engagement nicht möglich gewesen! Dafür möchte ich mich bei Ihnen ganz herzlich bedanken.

Lassen Sie mich Ihnen noch einen kurzen Einblick in die gemeinsame Arbeit dieses Vorstandes geben. In das, was dieser Vorstand gemeinsam mit der Geschäftsführung der Lebenshilfe Kempten über die Jahre hinweg geschaffen hat. Die Groß-Investitionen in die Schulerweiterung der Tom-Mutters Schule im Jahr 2002 etwa. Es folgten der Neubau der Heilpädagogischen Tagestätte im Jahr 2006 und der Ausbau weiterer Wohngemeinschaften wie zum Beispiel die Wohngemeinschaft Tilsiter Straße. Ein besonders schönes Zuhause für Menschen mit einer seelischen Behinderung

„Wohnen für Menschen mit Behinderung“, das war und ist Ihnen wichtig! Während Ihrer Amtszeit wurde das Wohnangebot der Lebenshilfe Kempten deutlich erweitert. Für Sie ist dabei klar: Menschen mit Behinderung sollen selbst entscheiden können, wo und mit wem sie leben wollen, und die Unterstützung erhalten, die sie dafür brauchen. Ein Ergebnis dieses Leitgedankens ist der Neubau des Wohnheims in der Rottachstraße in Kempten – um hier nur ein weiteres Beispiel zu nennen.

Auch die Kleinsten mit einer geistigen und seelischen Behinderung liegen Ihnen am Herzen. Mit dem Fachdienst Triangel wurde 1999 ein Hilfsangebot für Familien und pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen geschaffen. Dort suchen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter täglich nach konstruktiven Lösungen. Lösungen, mit denen auch die Kleinsten optimal in ihrer Entwicklung gefördert werden. Mit einer neuen Außenstelle für Frühförderung in Immenstadt wurde diese Art der Förderung weiter ausgebaut.

Sie, liebe Frau Wehn, liebe Frau Bickel und lieber Herr Dr. Grimminger, haben immer ein Gespür für „neue“ Themen gehabt. Für Themen, die für Menschen mit Behinderung und deren Angehörigen für die Zukunft wichtig sein werden. Für Fragen, für die es Antworten braucht!
Sie haben früh erkannt, dass „Älterwerden“ bei Menschen mit Behinderung ein großes Thema für die Zukunft sein wird. Darum setzt sich die Bayerische Lebenshilfe für ein „würdevolles“ Altern ein. Für Menschen mit Behinderung muss ein selbstbestimmtes Leben gewährleistet sein, auch im hohen Alter. Das ist und war Ihnen wichtig! Und wie kriegen wir das hin, ist die Frage. Sie haben darauf in Kempten schon 1996 eine Antwort gegeben: mit der „Seniorentagestätte“ im Gebäude des Wohnheims in der Marienbergstraße.

Und Sie sind als Vorstände immer offen für Innovation gewesen. Schon seit dem Jahr 2000 hat die Lebenshilfe Kempten einen eigenen Internetauftritt. Damit wurden die „ersten“ Weichen für eine digitalisierte Kommunikation gestellt. Und heute? Ob Facebook oder Instagram, die Lebenshilfe Kempten ist präsent in den sozialen Medien. Hier kann man täglich sehen, wie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit auch in den sozialen Medien erfolgreich sein kann.

Liebe Frau Wehn, liebe Frau Bickel und lieber Herrn Dr. Grimminger, die Liste der Meilensteine aus Ihrer Zeit ließe sich noch weiter fortführen. Meilensteine, mit denen Sie gemeinsam mit der Geschäftsführung der Lebenshilfe, die Weichen für die Zukunft der Lebenshilfe Kempten gestellt haben. Damit haben Sie vielfältige Angebote und Institutionen für Menschen mit Behinderung und deren Angehörigen geschaffen.

Immer mit vollem Einsatz und einem unermüdlichen Kampfgeist. Das zeichnet Ihre Arbeit als Vorstände aus. Dabei haben Sie immer beharrlich an der Seite der Menschen mit Behinderung für deren Rechte gekämpft. Sie mussten dabei Hürden überspringen und Rückschläge hinnehmen. Und Sie haben dennoch nicht die sprichwörtliche Flinte ins Korn geworfen.

Sie haben nie die Ziele, die Vision und die Werte der Lebenshilfe Kempten aus den Augen verloren. Im Gegenteil Sie haben im Jahr 2001 bis 2002 gemeinsam mit Menschen mit Behinderung, deren Eltern und den Mitarbeitern das Leitbild der Lebenshilfe Kempten ausgearbeitet.

Liebe Frau Wehn, liebe Frau Bickel und lieber Herrn Dr. Grimminger, Sie standen immer mit Rat und Tat der Geschäftsleitung und den anderen Vorstandsmitgliedern zur Seite. Und Sie haben alle Ihre eigenen wertvollen Erfahrungen bereitwillig mit uns geteilt.

Sie als Vorstand sind „Motor“, „Ideengeber“, „Entscheidungsträger“ und „Berater“ der Geschäftsleitung. Dank Ihnen ist die Lebenshilfe Kempten, das was sie heute ist. Dank Ihnen können Menschen mit Behinderung mitten in der Region selbstbestimmt und in Würde leben. Und sind mitten in der Gesellschaft angekommen und werden in Ihrer Vielfalt geachtet. Wir, der Landesverband, und die Lebenshilfe Kempten, hoffen, Sie bleiben uns mit Ihrem Engagement noch lange erhalten und kämpfen gemeinsam mit uns im Auftrag der Menschen mit Behinderung.

Liebe Frau Wehn, lieber Herrn Dr. Grimminger und liebe Frau Bickel

Als Zeichen der Anerkennung für Ihre außerordentlichen Verdienste und in großer Dankbarkeit für Ihr vorbildliches Engagement für Menschen mit Behinderung darf ich Ihnen die Ehrennadel der Lebenshilfe in Silber überreichen.

Ich wünsche Ihnen allen für Ihren weiteren Lebenswegen alles alles Gute, vor allem Gesundheit und viel Erfolg, bei allem was Sie sich vornehmen.

am 14.07.2021

Neuer Vorstand gewählt!

Im Rahmen der ordentlichen Mitgliederversammlung am 14. Juli 2021 wurde ein neuer Vorstand der Lebenshilfe Kempten gewählt.

Am Mittwoch, den 14. Juli 2021, lud die Lebenshilfe Kempten zur Mitgliederversammlung, die Jahre 2019 und 2020 betreffend, in die Tom-Mutters-Schule in Thingers ein. Die letztjährige Mitgliederversammlung musste aufgrund von Corona leider ausfallen. Umso größer war bei allen die Freude, nun wieder – selbstverständlich unter Wahrung aller Hygiene-, Personen- und Abstandsregeln - zusammenzukommen.

„Die Prognosen sind schwierig, aber unser oberstes Gebot war und ist der Schutz der uns anvertrauten Menschen mit Behinderung“, fasste Bernhard Schmidt, Vorsitzender der Lebenshilfe Kempten, die Devise in den vergangenen zwei Jahren während der Pandemie zusammen. „Die Bereitschaft aller – von den Menschen mit Behinderung über Mitarbeitende, Betriebsrat, Geschäftsleitung und Angehörige war unglaublich.“ Christine Lüddemann, Geschäftsführerin der Lebenshilfe Kempten, ging bei der aktuellen Mitgliederversammlung sogar noch weiter: „Obwohl wir teilweise strenge Maßnahmen vorgeben mussten, von der Quarantäne im Wohnheim bis hin zur Clusterung in den Allgäuer Werkstätten können wir die letzten zwei Jahre als Erfolgsgeschichte bezeichnen.“ Bemerkenswert fand sie auch die Unterstützung aus der Bevölkerung gerade am Anfang der Pandemie durch das Behelfsmaskennähen. „Für diese Solidarität und Unterstützung ist die gesamte Lebenshilfe-Kempten-Familie von Herzen dankbar!“

Aus dem Geschäftsbericht der Geschäftsleitung ließ sich gerade für das Jahr 2019 ein ordentlicher Jahresüberschuss herauslesen. „Das Polster ist wichtig für unsere Investitionen im Wohnheimbereich. Einige Wohngebäude müssen in den kommenden Jahren saniert werden, damit sie weiterhin den rechtlichen Vorgaben zur Ausführung des Pflege- und Wohnqualitätsgesetzes entsprechen“, erklärte Christine Lüddemann.

Vorstand und Geschäftsleitung wurden von den Mitgliedern einhellig die Entlastung erteilt. Zuvor hatte schon die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Bilanzen des Vereins für die Jahre 2019 und 2020 geprüft und die Bilanzen mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Neben den Rückblicken auf die vergangenen zwei Jahre gab es auf der Mitgliederversammlung hochkarätige Ehrungen und die Neuwahl des Vorstandes. Insgesamt waren 64 stimmberechtigte Mitglieder anwesend.

Vorstandswahlen

63 der 64 Stimmen entfielen bei der Neuwahl auf den langjährigen Vorsitzenden Bernhard Schmidt, der erneut antrat. Für ihn soll es jetzt die letzte Wahlperiode sein. Wiedergewählt wurden außerdem seine Stellvertreterin Waltraud Bickel sowie die Beisitzer Marlies Wehn, Dr. Hermann Grimminger und Marcus Herschel (Ersatzmitglied). Neu im Vorstand als Beisitzer sind Claudia Fornell, Susanne Jäger und Altlandrat Anton Klotz. Ausgeschieden waren während der letzten Wahlperiode aus persönlichen Gründen Anja Stroppel und Melanie Ansorge. Bernhard Schmidt dankte den Ausgeschiedenen herzlich für ihre Mitarbeit und ihr Engagement in den letzten Jahren und wünschte beiden alles Gute.

Aufgrund der Pandemie kam der bisherige Vorstand auf fünf Arbeitsjahre. Der jetzige Vorstand ist bis 2025 – also wieder vier Jahre – gewählt. Auch gibt es mit Zustimmung der Mitgliederversammlung statt fünf Beisitzer nunmehr sechs. Der 6. Beisitzer fungiert als Ersatzvertreter.

Ehrungen

Neben den Vorstandswahlen wurden auch langjährige Mitglieder von der Lebenshilfe Kempten für ihr 10-, 20-, 30- und 40-jähriges Jubiläum geehrt. Krönender Abschluss der feierlichen Ehrungen war die Ehrung für Otto Braunschmid: Er wurde für 50 Jahre treue Mitgliedschaft gewürdigt.

am 03.05.2021

Einzug in ein neues Zuhause

Unser neues Wohn- und Lebensprojekt in Waltenhofen schafft ein Zuhause für 24 erwachsene Menschen mit Behinderung.

Die ca. 9.600 einwohnerstarke Gemeinde Waltenhofen ist um 24 lebensfrohe Bewohnerinnen und Bewohner reicher. Am 24. und 25. März sind unsere erwachsenen Menschen mit Behinderung in das neue Wohngebäude in der Gemeinde rund zehn Kilometer südlich von Kempten gezogen. Ihr altes Zuhause, das 1983 in der Kemptener Mariaberger Straße gebaut wurde, entspricht heute nicht mehr den rechtlichen Anforderungen der neuen Verordnung zur Ausführung des Pflege- und Wohnqualitätsgesetzes.

Was zukünftig mit dem ersten eigenen Wohnheim der Lebenshilfe Kempten passieren wird, ist noch in Klärung. Aktuell befindet sich der Vorstand gemeinsam mit der Geschäftsleitung der Lebenshilfe Kempten in der konzeptionellen Phase. Unser Bestreben ist es, ein neues Wohnprojekt entstehen zulassen und einen Investor für das Projekt zu finden.

Das Haus in Waltenhofen ist ein modernes, helles, dreistöckiges Gebäude. Die Bewohnerinnen und Bewohner werden dort aufgeteilt auf zwei Wohngruppen leben. „Für uns war es wichtig, neben der Umsetzung des Wohn- und Qualitätsgesetzes einen Ort zu schaffen, an dem sich unsere Bewohnerinnen und Bewohner zuhause fühlen“, erklärt Jürgen Schulz, Bereichsleiter Wohnen bei der Lebenshilfe Kempten.

Alle Gemeinschaftsräume wurden neu eingerichtet. Gemütliche Sofas und Sessel für die Wohnzimmer in beiden Gruppen, neue Einbauküchen und, wo möglich, neue Möbel für die Bewohnerzimmer besorgt. Beide Gruppen haben außerdem eine große Terrasse mit Zugang zum Garten.
Neben insgesamt 22 Bewohnerzimmern gibt es zwei Appartements mit einer gemeinsamen Küche. Die Appartements bieten die Möglichkeit des eigenständigeren Wohnens, gleichzeitig ist aber auch die Zugehörigkeit zur Gruppe geschaffen. „Die Möglichkeit für fittere Menschen, unabhängig selbstständiger wohnen zu können, war ein wichtiger Punkt in unserem Konzept“, erklärt Jürgen Schulz. Selbstverständlich ist das gesamte Gebäude barrierefrei. Für die Fahrzeuge und Fahrräder der Wohngruppen gibt es eine eigene Tiefgarage.

Im Herbst 2014 startete die Planung

Erste konkrete Schritte für das neue Wohn- und Lebensprojekt begannen im Herbst 2014. Die Lebenshilfe Kempten machte sich damals auf Standortsuche für neue, dezentrale Wohnformen, um zukünftig und mit Hinblick auf das neue Bundesteilhabegesetz ein noch differenzierteres Wohnangebot zu schaffen. „Durch das neue Pflege- und Wohnqualitätsgesetz war uns bewusst, dass das Wohnheim in der Mariaberger Straße zwangsläufig saniert werden muss, um den neuen gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen. Dazu kam, dass die Nachfrage nach Wohnplätzen für Menschen mit Behinderung hoch war und auch heute noch hoch ist. Da es zum damaligen Zeitpunkt keine passenden Liegenschaften in Kempten für uns gab, haben wir uns entschlossen, auf umliegende Gemeinden zuzugehen. Voraussetzung war für uns, dass sie verkehrstechnisch gut angebunden sind und über eine funktionierende Infrastruktur verfügen“, erklärt Benjamin Fackler, stellvertretender Geschäftsführer der Lebenshilfe Kempten, die Ausgangslage.

Die Reaktionen fielen durchweg positiv aus. Die Lebenshilfe Kempten hat viel Zuspruch aus den Gemeinden erfahren und ist mit offenen Armen für ein neues Wohnprojekt empfangen worden. „Ich glaube, das liegt daran, dass eine Gemeinde weiß, was sie mit unseren Bewohnerinnen und Bewohnern gewinnt: Lebensfrohe und hilfsbereite Nachbarinnen und Nachbarn, die aktiv am Dorfleben teilnehmen und die Angebote vor Ort nutzen“, erläutert Benjamin Fackler. Für Waltenhofen sprach, dass hier alle Anforderungen bezüglich Anbindung und Infrastruktur erfüllt waren, dass der Standort verkehrsgünstig, aber trotzdem auch ruhig liegt und dass mit der Raiffeisenbank Kempten-Oberallgäu eG ein zuverlässiger und engagierter Investor und Kooperationspartner gefunden wurde.

Das Grundstück gehört der Bank, sie ist auch Bauherrin des Gebäudes. Die Lebenshilfe Kempten mietet das Gebäude von ihr an. „Wir waren für verschiedene Bau- und Finanzierungsmöglichkeiten offen. Am Ende überzeugte uns die Zusammenarbeit mit der Raiffeisenbank Kempten-Oberallgäu eG und der Standort in der Gemeinde Waltenhofen am meisten“, so Benjamin Fackler.

2015 trat die Lebenshilfe Kempten mit der Regierung von Schwaben und dem Bezirk Schwaben in Kontakt, wie eine Finanzierung des Projekts aussehen könnte. Es entwickelten sich intensive Verhandlungen. Gleichzeitig unterstützten Bezirk und Regierung das Vorhaben aber auch von Planungsbeginn an. Im August 2018 startete schließlich die Umsetzungsphase, die mit dem Einzug der Bewohnerinnen und Bewohner im März 2021 ihr Ende fand. Unterstützt wurde der zweitägige Umzug von der Firma Dachser & Kolb. „Die Zusammenarbeit mit der Raiffeisenbank und insbesondere mit dem Vorstandssprecher Heinrich Beerenwinkel verlief sehr gut. Wir sind dankbar, wie aufgeschlossen und verständnisvoll sie jederzeit gegenüber allen Vorgaben seitens der Regierung sowie unseren Wünschen und Anregungen waren“, betont Benjamin Fackler.

Aus dem neuen Haus wird ein Zuhause

Unsere Bewohnerinnen und Bewohner fühlen sich in Waltenhofen wohl. Damit sie sich auf das neue Zuhause einstellen konnten, hatten sie ein paar Wochen vor dem Umzug die Chance, im Rahmen von zwei Führungen ihr neues Heim kennenzulernen. Die Angehörigen bekamen ebenfalls die Möglichkeit, schon vor dem Umzug den Neubau zu besichtigen.
„Ich fand es gut, unser neues Haus bei einem Besuch kennenzulernen. Danach habe ich mich noch mehr auf den Umzug gefreut. Mit gefällt es in Waltenhofen gut“, erzählt Tatjana.

Momentan wird noch fleißig geräumt und fertig aufgebaut. In den Bewohnerzimmern sind die Kisten bereits ausgepackt und die persönlichen Habseligkeiten verstaut. Die Bewohnerinnen und Bewohner freuen sich auf den ersten Sommer in Waltenhofen. Und sie hoffen, dass bald auch die Einweihungsfeier nachgeholt werden kann. „Ich möchte meiner Familie mein neues Zimmer zeigen“, blickt beispielsweise Daniel in die Zukunft.

„Ganz herzlich danken möchte ich dem gesamten Bereich Wohnen um Jürgen Schulz und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ein spezieller Dank geht an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in der Mariaberger Straße gearbeitet haben und jetzt in Waltenhofen im Einsatz sind – klasse, wie sie den Umzug gemeistert haben und aus dem neuen Haus Stück für Stück ein Zuhause für unsere Bewohnerinnen und Bewohner machen“, fasst Benjamin Fackler zusammen.

Daten und Fakten zum Wohnprojekt und zu Waltenhofen

  • Insgesamt hat das Grundstück ca. 1.540 Quadratmeter
  • Das Gebäude hat drei Stockwerke und eine Tiefgarage mit neun Autostellplätzen
  • Es gibt 22 Bewohnerzimmer
  • Dazu kommen zwei Appartements mit einer eigenen Gemeinschaftsküche
  • Die Planungs- und Bauphase ging über insgesamt 6,5 Jahre
  • Waltenhofen hat rund 9.600 Einwohner und liegt ca. 10 Kilometer südlich von Kempten
  • Etwa 20 Minuten dauert es mit dem Bus von Waltenhofen zur ZUM in Kempten.
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